Auch in diesem Jahr war der Andrang im närrisch geschmückten Dorfgemeinschaftshaus Rubin im Tal am Samstagabend groß: Die Gomba-Deifl feierten ihren traditionellen Narrenball mit einem spritzigen Programm und vielen Gästen. Nach dem musikalischen Einstieg mit den Akteuren der vereinseigenen Lomba-Kapell „O-Je“ wird es spannend, denn eine „Weltpremiere“ steht auf dem Programm, wie Vorstand Ilona Damsch, die den Ball gemeinsam mit ihrem Kollegen Timo Bayer moderiert, dem Publikum verrät. Ein Dutzend junge Gomba-Deifl sind erstmals beim Narrenball dabei und zeigen dem Publikum ein Medley unterschiedlicher Tänze – und legen sogar noch eine Zugabe drauf. Den „Kindertanz“ mit den Jüngsten einstudiert hat Nici Däubler. Sketcherprobt und Garanten für Lacherfolge sind Alexander Gekeler und Albrecht Haible, die heuer als Elzbeth und Alois Gscheidle zum Hausarzt müssen. Für ihren Sketch holen sie sich mit Bürgermeister Kevin Dorner und Charles Knupfer von den Gomba-Deifl Verstärkung. Alois freut sich schon auf die hübsche Arzhelferin: „Lieber a flotte Biene im Bett als a Muck em Schlofzemmer“. Elzbeth sieht ihm das nach, denn „I lass mi ed scheida, no het der jo no a paar scheene Johr“. Hinter dem Paravant verwandelte sich Alexander Gekeler derweil in „Helmut“ – rote Lackstiefel, enge weiße Jeans und ein Umhängetäschchen. „So, du bist also der Kevin“, begrüßte er den Sitznachbarn im Wartezimmer an dem er sichtlich Gefallen fand und lud ihn in seinen Friseursalon ein. „Der Helmut tut dem ganzen Körper gut“. Während Elzbeth von der misslungenen Übung aus dem Kamasutra-Buch berichtete, wurde Helmut zum „Bauarbeiter“, der sich vordrängelte, um nach dem Arztbesuch seine Vesperpause auf der Baustelle nicht zu verpassen.

Zeit für die „Schrecklich nette Weibergruppe“ die singend ihr Leid über die unerklärliche und offenbar auch unvermeidliche Gewichtszunahme verarbeiteten. „In jeder Frau steckt ein Stück Hefe, das kleine Luder tut so als ob es schliefe, doch plötzlich kommt die Zeit, Frauen seid bereit, dann geht die Hefe auf, so ist unser Lebenslauf“. Damit sind sie freilich nicht allein auf der Welt: „In manchen Männern aber auch“, sang Bianca als kleines Extrasolo. Vor der Pause standen eine Reihe von Ehrungen auf dem Programm (siehe Bericht in unserer morgigen Ausgabe).

Weiter ging es mit der Kandidatenkür „Schwiegertochter gesucht“. Zur Auswahl standen Lotta (Bernd Marschnig), Lisa (Didi Däubler) und Clarissa (Andreas Kloker) die von ihrer künftigen Schwiegermutter (Stefan Knupfer) unter Moderation von Christian Bachmann bei ihren Streifzug durchs Dorfgeschehen bewertet wurden – da kam allerhand zur Sprache, wie beispielsweise die neue „Thermounterhose“ der Narrenchefin, der misslungene Einparkversuch mit dem Schlepper oder die zweistündige Heimfahrt von Dapfen. Szenen einer Ehe brachten Karl (Claudia Kraus) und Lena (Manuela Hartmann) auf die Bühne – trotz der geschenkten Primeln kam es schnell zum Streit. Zweifellos war für Lena klar, dass es sich um einen Beschwichtigungsversuch handeln musste. „Wa hosch agstellt, dass du mir mitta en dr Woch Bluma schenkschd?“

Fräulein Häberle (Bianca Glück) betrat heuer als „Ehrenjungfrau“ die Bühne und berichtete Alltagsepisoden. „Ich bin die letzte Überlebende aus Johannes Heesters Krabbelgruppe“. Zusammen mit ihren beiden Freundinnen habe sie letztens Kondome gekauft, weil nur die gegen das tödliche Aids helfen. „Marie hod se oifach so gessa, i han se mit Hackfloisch gfüllt“.