Er war keiner, der verwaltete, der zuguckte, wenn andere schafften: Eckart Ludwig war einer der mit anpackte, der mitten drin war im Geschehen – ob nun in der Kommunalpolitik oder in der Vereinsarbeit. Er war vor allem für Auingen aktiv, auch noch als er bereits gegen seine schwere Krankheit kämpfte. Der Ort, seine Geschichte, aber vor allem zukunftsfähige Entwicklungen für die Dorfgemeinschaft lagen ihm am Herzen, dafür setzte er sich ein.

Ludwig stieg 1968 als Gemeinderat in die Kommunalpolitik der damals selbständigen Gemeinde Auingen ein, wurde nach der Eingemeindung 1971 Stadtrat in Münsingen. Über diese Zeit wusste er viel zu erzählen, manches mit einem Augenzwinkern, denn die Abwicklung der Eingemeindung – nicht immer ganz reibungslos und freiwillig – forderte den neuen Partnern einiges ab. Im Rückblick für Ludwig eine interessante Zeit, eine, in der so manche Weichen gestellt wurden, für den größten Münsinger Teilort.

Entwicklung mitgestaltet

Dass es im Dorf auch nach dem Zusammenschluss weiter voranging, daran war Eckart Ludwig dank seiner Beharrlichkeit, seines Verhandlungsgeschicks und seiner Gesprächsbereitschaft maßgeblich beteiligt – sowohl als Ortschafts- und Gemeinderat wie  vor allem  auch von 2002 bis zur Mitte des Jahres als Ortsvorsteher. So trägt vieles, was sich in Auingen getan hat mit seine Handschrift: Von der Stadtsanierung über die Windkraftanlagen, die Rekommunalisierung des Gutsbezirks, die Umgehungsstraße bis jetzt zur Neugestaltung des Ortskerns.

Mehrfach ausgezeichnet

 Sein Einsatz und sein Engagement wurden mehrfach mit Auszeichnungen gewürdigt: Unter anderem 2012. Da erhielt er „für die herausragenden Dienste um die kommunale Selbstverwaltung“ das Verdienstabzeichen in Gold mit Lorbeerkranz des Deutschen Städtetags verliehen. Und auch bei der Freien Wählervereinigung (FWV), der Ludwig 47 Jahre angehörte, stand er auf der Ehrungsliste: Zu Beginn des Jahres wurde er mit der Ehrenmedaille der FWV in Gold ausgezeichnet.

 Die Beerdigung findet am Freitag, 6. Dezember, um 13 Uhr auf dem Auinger Friedhof statt.