Münsingen Münsinger auf Guckinsland-Wandertour

Keine Wanderung ohne Pause: Die Münsinger Albvereinler rasten naturnah auf Baumstämmen.
Keine Wanderung ohne Pause: Die Münsinger Albvereinler rasten naturnah auf Baumstämmen. © Foto: Harry Zilz
GERHARD LAMPARTER 05.09.2015
Kürzlich unternahm die Ortsgruppe Münsingen des Schwäbischen Albvereins bei strahlendem Spätsommerwetter eine Tageswanderung in das Bodensee-Hinterland - schöne Blicke ins Land inklusive.

In Fahrgemeinschaften fuhren die Albvereinler über Biberach-Ravensburg-Markdorf. Die Wandertour startete im Markdorfer Stadtteil Möggenweiler. Schon nach wenigen Minuten konnten sich die Wanderer am historischen Brunnen beim 1902/1903 erbauten Wasserspeicher erfrischen.

Weiter ging die Wanderung mit einem schweißtreibenden Anstieg über Waldpfade hinauf zum Gehrenberg (704 Meter). Der 30 Meter hohe Gehrenbergturm wurde 1903 als Großherzog-Friedrich-Warte eröffnet. Von der Plattform hat man einen wunderschönen Panoramablick über den Bodensee und zu den Gipfeln der Alpen. Leider war die Fernsicht durch Nebeldunst verschwommen.

Die Guckinsland-Wandertour führte nun weiter zu einer landschaftlich spektakulärsten Attraktion im Bodenseegebiet. Entlang des Fuchsbühls verläuft die sogenannte Rutsche. Bei einem großen Erdbeben im Jahre 1911 entstand bei einem Erdrutsch ein fast 30 Meter tiefer Abgrund der senkrecht in die Tiefe schneidet. Die ungesicherte Kante ist mit etwas Vorsicht zu genießen, zeigt jedoch einen herrlichen Blick über Markdorf und den Bodensee.

Weiter ging nun die Wanderung durch schattigen Wald zum Linzgaublick mit schönen Aussichten in Richtung Westen. Weitere interessante Blicke konnten die Münsinger in das Deggenhausertal werfen. Die Mittagsrast hielten die Älbler am Waldrand auf zwei bereitgelegten Fichtenstämmen. Hier hatte man einen wunderschönen Blick auf sämtliche abgedeckten Obstbauplantagen.

Nach der ausgiebigen Stärkung wanderte die Gruppe weiter durch herrlichen Wald, vorbei an zahlreichen Lichtungen, über einsame Gehöfte bis zum Fünfländerblick (Schweiz, Vorarlberg, Baden, Württemberg, Bayern). Immer wieder konnten die Wanderer reife Brombeeren zum Nachtisch pflücken. Müde und durstig kamen sie nach ungefähr 15 Kilometern Bodensee-Landgänge-Wanderung zurück zum Parkplatz Vogelsang. Bei Kaffee, Eis und kühlen Getränken stärkte man sich nochmals, vor die Heimreise angetreten wurde. Einen schönen und gemütlichen Abschluss wurde noch mit einer Einkehr in Mehrstetten gehalten. Wanderführer Werner Goller erhielt viel Lob für die schöne und gut vorbereitete Wanderung.