Münsingen Münsingen ist finanziell gut dran

Münsingen / ULRIKE BÜHRER-ZÖFEL 17.02.2012
Der Stadt Münsingen gehts finanziell gut - sogar besser als prognostiziert. Und das trotz hoher Investitionen im laufenden Jahr.

Ein Bericht der Partei über die jüngste Versammlung des SPD-Ortsvereins hatte zu Irritationen und Nachfragen in der Gemeinderatssitzung, da in er Bürgerfragestunde, geführt. Die finanzielle Situation der Stadt verschärfe sich, war in dem Artikel zu lesen. Das nun aber sei dort keineswegs so kommuniziert worden, sagt Bürgermeister Mike Münzing. Er war zusammen mit Dr. Eberhard Rapp Gast bei dieser Veranstaltung.

Denn der Stadt gehts finanziell gut - sogar wesentlich besser als gedacht. Und das gilt sowohl schon für 2011 als auch fürs laufende Haushaltsjahr. 2011 hat die Verwaltung mit einer Negativ-Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt in Höhe von 2,4 Millionen gerechnet, tatsächlich liegt sie nun zwischen minus 120 000 und 140 000 Euro. Kredite musste die Stadt keine aufnehmen und auch nicht so tief in die Rücklagen greifen wie befürchtet.

Ausgesprochen gut lässt sich auch das laufende Haushaltsjahr an. Die Verschuldung - 480 Euro pro Kopf - steigt wohl nicht, und Münzing rechnet nach den ersten Beratungen mit einer Zuführungsrate in Höhe von "etwas über einer Million". Dabei investiert die Stadt kräftig, zum einen in den Neubau der Münsinger Feuerwehr, zum anderen vor allem auch im Schulbereich. So kommen vom Schulhof zwei Container weg, weil im Gymnasium ausgebaut, unter anderem ein Selbstlernzentrum für die Oberstufe eingerichtet wird. Außerdem steigt Münsingen "in die Gesamtplanung" in Sachen Schulentwicklung bis zum Jahr 2022 ein. Der Bedarf an Klassenzimmern wird zurzeit ermittelt.

Auch an der Realschule wird gebaut. Richtung Goethestraße kommen zwei neue Klassenzimmer hinzu. Dringend notwendige Sanierungen - Fassade und Schulräume -, die letztes Jahr zurückgestellt wurden, stehen jetzt auf dem Plan.

In Angriff genommen wird auch ein immer mal wieder im Gemeinderat angesprochenes Vorhaben: Die Container für Wohnsitzlose im Wiesental - energetisch veraltet, sanitär abgewirtschaftet - werden durch neue ersetzt. Nichts zu tun hat diese Baumaßnahme mit dem benachbarten einstigen Asylbewerberheim. Dort leben "Menschen, die ein Bleiberecht haben".

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