Bunt ging‘s zu am Samstagvormittag in der Alenberghalle: Die neuen Schulranzen in Knallfarben wetteiferten mit den noch bunteren Schultüten, und natürlich gab‘s zur Feier der Einschulung auch ein ebenso farbenfrohes wie lockeres Programm für die 48 Erstklässler und ihre Familien. Mit der Einschulungsfeier im Anschluss an einen Gottesdienst in der Christus-König-Kirche bereiteten Schule, Förderverein, Eltern und künftige Mitschüler den „Neuankömmlingen“ einen warmherzigen und fröhlichen Empfang zur ersten Schulstunde.

 Bevor‘s für die zwei neuen ersten Klassen gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen hinüber in die Schule ging, durften die Erstklässler in der Alenberghalle ganz vorne an der Bühne Platz nehmen. Musikalisch und spielerisch fiel die Begrüßung aus, selbst in den Grußworten von Schulleiterin Uthe Scheckel und dem Elternbeiratsvorsitzenden Klaus-Dieter Neef. Beide brachten es auf sehr herzliche und kindgerechte Art und Weise fertig, den gespannten und vielleicht auch aufgeregten Kids ein gutes Gefühl zur ersten Schulstunde mitzugeben. Lust auf Schule? 48 Hände schnellten in die Höhe!

Schließlich, so wusste Uthe Scheckel zu beruhigen, braucht man für die Schule keinen Kopf wie die aus Sand gebaute Figur aus ihrer Geschichte: Einen mit fünf Gesichtern - also mit zehn Augen, zehn Ohren, fünf Nasen und fünf Mündern. Nein, die „Normalausstattung“ reicht vollkommen aus für die „uralten, lebenswichtigen Dinge“ wie Lesen, Rechnen, Schreiben und noch einiges mehr. Sie machte den Kindern auf liebenswerte Weise Mut und Lust auf Schule und weckte in den gespannten kleinen Gesichtern freudige Neugier. Gleichermaßen wusste sie aber auch die Eltern zu stärken und zu beruhigen: „Wir brauchen keine Wunderkinder und auch keine Helikopter-Eltern“, adressierte Scheckel die Mütter und Väter der „Neuen“.

 Ihnen gab sie mit auf den Weg, hinzuhören, hinzuschauen und am besten zu „erschnuppern“, was zum Kind, zur Familie, zur Lebensgestaltung passt. „Reden Sie mit Ihrem Kind, reden Sie mit uns und nicht über uns“, appellierte die Schulleiterin und empfahl, auf Härtetests und Vergleiche, wie etwa den der ultimativen Schultüte, zu verzichten. Die Schultüte, so Scheckel, muss keinen teuren Inhalt haben. Wichtig sei der Brauch: dass sie zur Einschulung da ist, gefüllt mit einer großen Portion Liebe.

 Von Puppe „Grobi“ und seinem Partner, dem Elternbeiratsvorsitzenden Klaus Dieter Neef, erfuhren die aufgeweckten Kids der neuen „Robben“- und „Pinguin“-Klasse auf lustige Weise, dass Zählen bis eine Million nicht wehtut, und die zukünftigen Mitschüler der Klasse 2a hatten ein fröhliches Singspiel für die „Neuen“ einstudiert. Auch die „Melodika-Hüpfer“ sorgten für gute Stimmung mit „Gut gelaunt“ und dem „Italienischen Tanz“.

 Nach Programmende durften sich die Erstklässler schließlich durch das A-B-C-Tor mit Ranzen und Schultüte auf den Weg zur Schule machen. Für die Eltern war dieser Weg tabu.

Bei Kaffee, Getränken und kleinen Snacks vom Eltern-Bistro, veranstaltet vom Eltern-Beirat und den Eltern der Klassen zwei, konnten sie entspannt im Gespräch und Austausch mit anderen Eltern auf die Rückkehr ihres frisch gebackenen Schulkinds warten.