Eine Ära geht zu Ende, heißt es in einer Pressemitteilung des Regionalmanagments der Leader-Region Mittlere Alb. Mit der auslaufenden Leader-Förderperiode 2014 bis 2020 verabschiedete sich auch der bisherige Landrat Thomas Reumann am 11. März 2021 als Vereinsvorsitzender von Leader Mittlere Alb. Vor dem Abschied kam aber erst einmal noch die Arbeit. Die erste voll-digitale Mitgliederversammlung des Vereins hatte es in sich. Alles im virtuellen Raum: Berichte, Abstimmungen, Wahlen. Trotzdem war die Stimmung ausgezeichnet.
Der scheidende Vereinsvorsitzende Thomas Reumann betonte in seinem Jahresbericht, wie erfolgreich das Leader-Förderprogramm seit 2014 umgesetzt wurde. In Kommunen der vier Landkreise Reutlingen, Alb-Donau-Kreis, Esslingen und Sigmaringen wurden insgesamt 56 Vorhaben unterstützt und damit bei Gesamtinvestitionen von mehr als 13 Millionen Euro rund 4,5 Millionen Euro Fördermittel von EU, Bund und Land für die Förderung von Projekten und die Weiterentwicklung unserer Region eingesetzt. Auch im Vergleich zu anderen Leader-Regionen in Baden-Württemberg steht die Mittlere Alb gut da. Reumann betonte: „Gemeinsam haben wir vieles erreicht und eine Vielzahl an Projekten zum Erfolg geführt. Ich freue mich sehr darüber, dass der Verein im Doppelpass mit dem Regionalmanagement viel bewegt hat.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Neuwahlen des neunköpfigen Vorstands und der 30 Mitglieder des Beirats, der die Auswahl der Leader- und Regionalbudget-Projekte vornimmt. Beide Gremien konnten wieder vollständig besetzt werden. Viele der ehemaligen Mitglieder von Vorstand und Beirat hatten sich erneut zur Wahl aufgestellt und wurden im Amt bestätigt. Das Regionalmanagement freute sich darüber, dass einige junge Mitglieder neu in den Beirat gewählt wurden und den Verein fortan unterstützen. „Wir haben von Anfang an darauf geachtet, dass vielfältige Meinungen und verschiedene Gesellschaftsbereiche im Beirat vertreten sind. Auch jetzt hat keine Interessengruppe Vorrang, wir haben wieder eine ganz wunderbar bunte Mischung“, bedankte sich Landrat Reumann bei den Gewählten.
Der neue Landrat Dr. Ulrich Fiedler wurde mit großer Unterstützung der Mitglieder zum neuen Vereinsvorsitzenden gewählt: „Leaderist ein tolles Beispiel für gelungene Regionalentwicklung von den Menschen für die Menschen.“
Als stellvertretende Vorsitzende wurde Pia Münch, Vorsitzende der Landfrauen im Landkreis Reutlingen, mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Sie übernahm auch die offizielle Verabschiedung des scheidenden Vorsitzenden und reimte sich durch Reumanns sieben Jahre Vorstandsarbeit für Leader. Die restlichen Mitglieder visualisierten ihre liebsten Erinnerungen und Grüße mittels Kärtchen vor ihren Kameras. Die Regionalmanager Elisabeth Markwardt und Hannes Bartholl machten Reumann dann schließlich selbst zu seinem letzten Projekt in der Reihe der vielen Leader-Projekte, denen er in der Vergangenheit die obligatorische Plakette überreicht hatte. Letztendlich hätte Reumann Leader ganz zu seinem Projekt gemacht. Markwardt und Bartholl bedankten sich bei Reumann für die gute Zusammenarbeit – gemeinsam sei eine Erfolgsgeschichte geschrieben worden.
Der Verein fiebert nun der neuen Bewerbungsrunde entgegen, um auch weitere sieben Jahre mit Leader-Förderung aktiv zu sein. Eine entsprechende Interessenbekundung haben Vorstand und Regionalmanagement Mitte Februar 2021 eingereicht. Bis über die neue Förderperiode 2021 bis 2027 entschieden ist, bekommt die Region noch weitere EU-Mittel, die bereits aus dem neuen EU-Budget zur Verfügung gestellt werden und über deren Vergabe der neu gewählte Beirat Ende März und im Juni 2021 entscheiden wird.

Förderprogramm der Europäischen Union


Leader („Liaison entre actions de développement de l´économie rurale“) steht für die „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ und ist ein Förderinstrument der Europäischen Union zur Stärkung und Weiterentwicklung der ländlichen Räume.

Die LEADER-Region Mittlere Alb umfasst sechzehn Gemeinden im Landkreis Reutlingen und vier Gemeinden aus benachbarten Landkreisen, alle liegen im ländlichen Raum. Die Region bewirbt sich für die kommende Förderperiode 2021-2027 wieder. Weitere Informationen gibt es unter www.leader-alb.de.