Dottingen / HZ  Uhr
Immer wieder boten sich den Wanderern des Schwäbischen Albvereins Dottingen atemberaubende Aussichten und herrliche Anblicke auf Zypern.

Quartier bezogen die Dottinger in Nikosia, der letzten geteilte Hauptstadt Europas, in Famagusta an der Ostküste und in der Hafenstadt Girne im Norden. Aber auch in Karmi, Bagliköy und Kormacit machten die Albvereinler Station und ließen es sich gutgehen.

Sankt Hilarion, die von Byzantinern erbaute und von den Kreuzrittern erweiterte Festungsanlage, die antiken Ausgrabungen von Soli, die Klosteranlagen von Antiphonitis und Bellapais mit dem Baum des Müßigganges gehörten zu den Kulturgüter, welche die Dottinger Gruppe näher kennenlernen durfte. Ebenso wie Teile des Besparmak Trails im Fünf-Finger-Gebirge, den die Dottinger zusammen mit Wanderern des SAV Münsinger bei ihrer neuntägigen Reise nach Nordzypern erwanderten.

Aber nicht nur die Kultur, auch die Landschaft war eine Reise wert: Auf spektakulären Ziegenpfaden ging es 700 Höhenmeter hinauf oder durch enge, von den Winterregenfällen ausgewaschenen Schluchten wieder hinunter. Am blauen Meer entlang der Klippen und Strände oder durch grüne Zypressen- und Kiefernwälder wanderte die Albvereinsgruppe.

Unterwegs erklärte der Reiseleiter Franz Bauernhofer auf charmante Art die Geschichte der Insel und zeigte was sie an Pflanzen und Tieren zu bieten hat. Da gerade die bitteren Limonen, Granatäpfel, Mandarinen, Orangen und Oliven reif waren, durfte unterwegs immer wieder von diesen Köstlichkeiten probiert werden.

Zwei Tage wurde in dem Maronitendorf Kormacit Station gemacht. Integriert in das Dorfleben nahmen die Dottinger beim Brotbacken und der Olivenernte teil, ebenso wie beim Gottesdienst in der St. Georg Kirche, in der noch auf aramäisch gepredigt wird. Zudem gab es Gelegenheit mit Parlamentariern der Maroniten zu sprechen. So erfuhren die Dottinger, wohin die EU-Mittel fließen und was damit gemacht wird. Beim Ausflug nach Nikosia durfte der Grenzübertritt vom türkischen in den griechischen Teil der Insel nicht fehlen. Per Boot ging es von Girne aus aufs Mittelmeer.