Musik und Gesang spiegelten die kulturelle Vielfalt wider, dazu gab es Besuch von Kaspar, Melchior und Balthasar, den "Heiligen Drei Königen" aus dem Morgenland: Dem Arbeitskreis Asyl war es gelungen, ein buntes musikalisches sowie kulinarisches Programm auf die Beine zu stellen und so den Menschen verschiedener Herkunftsländer viel Freude zu bereiten und letztlich ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk zu machen. Mit viel Engagement und Herzlichkeit setzten sich Pfarrer Eberhard Seybold aus Mehrstetten und ehrenamtliche Mitarbeiter mit dem Winterfest für die Asylbewerber ein, um den vielen rund um und in Münsingen lebenden Flüchtlingen ein Stück weihnachtliche Kultur näher zu bringen, vor allem aber, um ein Zeichen zu setzen für etwas Menschlichkeit und um ihnen das Gefühl zu vermitteln, willkommen zu sein. Das Fest bot die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Vorurteile zu überwinden und sich gegenseitig kennenzulernen. Um den verfolgten Menschen einen Neuanfang zu ermöglichen, sei neben der Grundversorgung vor allem die Integration in die Gesellschaft wichtig. Nur so könne den Asylbewerbern Chancen für die Zukunft geboten werden. Begleitung und Hilfestellung seien daher im Alltag unabdingbar, sind sich die Arbeitskreismitglieder einig, die wöchentlich ein Treffen für die Flüchtlinge in der Germania arrangieren. Auch Stadtoberhaupt Mike Münzing übermittelte durch seine Teilnahme an der Feier den zahlreichen Menschen aus aller Welt, wie herzlich sie im "Städtle" willkommen sind. Eröffnet wurde das nachahmenswert schöne Fest mit der Komposition "Russisches Zigeunerlied" von Wilhelm Popp, wobei Sophie Federmann (Querflöte) und Yi-Hsin Lee (Klavier), neben weiteren Schülern der Musikschule Leichtle durch hohes musikalisches Niveau bestachen. Auch einige Flüchtlinge brachten ihr musikalisches Talent zu Gehör. So wie Yordanka Taneva aus Bulgarien, die mit einem gesanglichen Beitrag brillierte, begleitet von Assja Dittler aus der Ukraine am Piano. Neben den musikalischen verwöhnten kulinarische Leckerbissen die Gäste. Ein reichhaltiges internationales Buffet lud zum Schlemmen ein sowie drei Kuchen mit einer Krone verziert, in denen jeweils eine Bohne versteckt war. Derjenige, der die Bohne in seinem Kuchenstück entdeckt hatte, wurde zum König des Tages gekürt. Kurzum ein gelungenes, kurzweiliges, fröhliches und geselliges Miteinander, dessen feierlichen Abschluss ein großer gemeinsamer Kreis bildete, wobei jeder eine brennende Kerze in die Hand hielt und sein Herkunftsland genannt wurde.