Es wird wieder öffentliche Gottesdienste geben – allerdings unter Berücksichtigung von Hygienevorschriften, dem empfohlenen Mindestabstand und ohne Gesang. Die Kirchengemeinden des Münsinger Stadtgebietes und Mehrstetten erarbeiten derzeit entsprechende Konzepte und bitten darum, in der kommenden Woche auf die Hinweise in der Presse und in den Schaukästen zu achten.

Doch auch wenn Gottesdienste wieder stattfinden, bleiben die Gemeinden in der Region weiter online präsent unter www.kirche-muensinger-alb.de, ebenso auf Instagram, Facebook und den Internetadressen der einzelnen Gemeinden. Auch Sonderaktionen werden weiterhin angeboten, denn Kirche will gerade in unnormalen Zeiten für die Menschen da sein. So sind die Kirchen aller Teilorte für Einzelbesucher und Familien geöffnet. Besucher dürfen ein Licht entzünden und auch Gebetsanliegen zurücklassen. Geistliche Impulse und Predigten liegen zum Mitnehmen aus.

Opfereinnahmen fehlen

In Auingen finden sich – wie in vielen anderen Gemeinden auch – an der Tür zum Gemeindehaus Mutmachworte, aufgereiht an einer Wäscheleine. Passanten dürfen diese kleine Stärkung für den Alltag mitnehmen oder auch eine eigene Karte aufhängen. Der nächste Besucher wird es ihm danken. In Hundersingen, Buttenhausen und Apfelstetten sind die Kirchen sonntags geöffnet, in Buttenhausen auch unter der Woche. Hier findet am 3. Mai auch ein Stationen-Gottesdienst statt: Wer sich im Kirchenraum auf den Weg macht, kann liturgische Texte lesen und auch selbst aktiv werden, einen Stein am Kreuz ablegen oder auch etwa Schriftliches zurücklassen. In Dottingen und Rietheim besteht ebenfalls die Möglichkeit, Leichtigkeiten und Lasten des Lebens in Corona-Zeiten in die Kirche zu bringen: Wem Sorgen auf der Seele liegen, der ist eingeladen, einen Stein unterm Kreuz abzulegen. Und die fröhlichen Dinge dürfen in Form einer Papierblume ihren Platz finden. An den Pinnwänden in den Kirchen können Besucher außerdem festhalten, was sie in den Corona-Zeiten bewegt: Was vermissen die Menschen? Und was lässt sich aus der Krise lernen und in die Zukunft hinein übernehmen?

In Mehrstetten und Sondernach sind in beiden Kirchen unter dem Motto „Eine feste Burg ist unser Gott“ verschiedene Impulse aufgebaut. Kinder dürfen eine Burg bauen, Erwachsene sich an einer Meditation oder einem sich fortmalenden Bild versuchen. Hinweisen möchten die Gemeinden auf folgendes Problem: Durch die derzeit ausgesetzten Gottesdienste fehlen wichtige Opfereinnahmen. Besonders ans Herz gelegt sei den Besuchern der Kirchen das Opfer für besondere gesamtkirchliche Aufgaben der EKD am morgigen Sonntag.