Auingen Kinder sollen vor Sucht geschützt werden

In der Beutenlayhalle wurden Fußballtrainer ausgebildet. Foto: Privat
In der Beutenlayhalle wurden Fußballtrainer ausgebildet. Foto: Privat
EB 22.04.2014
Mit dem Thema: "Starke Fußballkinder" versuchten die WFV-Instruktoren Martin Vöhringer und Claus Ulmer den Blick der Teilnehmer auf ihre Rolle als Vorbilder und starke Partner der Kinder zu schärfen.

Außerdem wurden die Vorteile von "Kleinen Spielen" herausgearbeitet und auf die sieben Komponenten der koordinativen Fähigkeiten eingegangen.

In Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und deren Kampagne "Kinder stark machen!", sollen praktikable Konzepte den Trainern mitgegeben werden, die grundsätzlich in allen Sportvereinen angewandt werden können.

Optimale Voraussetzungen wurden vom SV Auingen als ausrichtenden Verein in der Beutenlayhalle in Münsingen geschaffen und Jugendleiter Thomas Dehne eröffnet die kurzweilige Trainerfortbildung. "Wie können wir Kinder vor Sucht schützen und wie sie stark machen?", war die zentrale Frage der Teilnehmer. Hierauf Antworten zu geben, war das Ziel in den folgenden zwei Stunden der Trainerfortbildung.

Im Sportverein werden die Kinder nicht nur körperlich stark. Sie sollen durch ein Miteinander im Team, durch neue Erfahrungen und Herausforderungen, durch verschiedenartigste Aufgabenstellungen und letztendlich auch durch das Lernen am Vorbild Trainer, persönliche Stärken entwickeln. Suchtvorbeugung bedeutet vor allem eines: Kinder darin zu unterstützen, eine starke Persönlichkeit zu entwickeln. Je besser diese Fähigkeit entwickelt ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, im entscheidenden Moment Nein zu sagen und auf Suchtmittel zu verzichten.

Dabei muss man kein studierter Psychologe sein um hier tätig zu werden. Diese Art von Lebensschule wird im Verein oftmals ganz nebenbei gemacht, wie Aufgaben übertragen, Ausbildung eines Wir-Gefühls, Fair Play, Teamgeist, Kritikfähigkeit erlernen oder auch ganz einfach Regeln zu akzeptieren.

Das zentrale Anliegen der Fortbildung war dann auch diese genannten Kompetenzen herauszuarbeiten und zu fördern. Im ersten Teil wurde in Spielen wie "Popcorn" oder "Gemeinsamkeiten erkennen" vermittelt, wie sich Kinder auf einander einstimmen und einlassen können. Im zweiten Teil die Möglichkeit aufgezeigt, Aufgaben als Folge einer intensiven Kommunikation und Zusammenarbeit zu lösen. Dabei wurden natürlich keine ernsten Themen angepackt, sondern die Teilnehmer auf eine "Reise in die Karibik" und zu einem "römischen Wagenrennen" geschickt.

Im abschließenden Teil der Fortbildung wurde nochmal verdeutlicht, was die genannten Kompetenzen im Innern eines Menschen auslösen können. Dazu sollten sich die Trainer vorstellen, dass sich im Körper eines Kindes ein "Gefühlstank" befindet.

Es ließ sich einfach ableiten, dass, wenn der Gefühlstank mit guten Gefühlen (Kompetenzen) gefüllt ist, die Kinder stark sind und wenn er leer ist, das Gegenteil der Fall sein kann. Die wichtigsten Tankstellen für diesen Tank liegen bei den Eltern, den Freunden, der Schule und beim Verein/Trainer. Aber was passiert, wenn viele dieser Tankstellen versagen? In einem solchen Moment besteht die Gefahr, dass Suchtmittel (Alkohol oder Nikotin) oder auch Suchtverhalten (Computerspiele) eine Ersatztankstelle werden und so das dringend benötigte Wohlgefühl bereitstellen. Und was nicht vergessen werden darf, auch alle Trainer besitzen einen solchen Gefühlstank.

Alle anwesenden Trainer waren sich im Abschlussgespräch einig, etwas dazugelernt zu haben, aber auch schon einiges in ihrer Trainingsarbeit umsetzen und wünschten sich eigentlich noch mehr Fortbildungen dieser Art. Info Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Fußballbezirks Alb: www.jugend-alb.de