Was vor vier Jahren mit einer Kooperation zwischen der Schillerschule und dem Komitee Gruorn begann, hat sich seit diesem Schuljahr zur kooperativen Organisationsform gemausert. Inzwischen sitzt nämlich unter anderem noch die Karl-Georg-Haldenwang-Schule und die Oberlinschule, die sich mit der Schillerschule ganzjährig „gemeinsames Lernen“ auf die Fahnen geschrieben haben, mit im Biosphären-Boot – ein Projekt unter dem Motto „Schillerschüler engagieren sich für Gruorn“.

Ziel der Kooperation: Unter anderem die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements, welches heutzutage in Bewerbungen für eine Ausbildungsstelle immer mehr an Gewicht gewinnt. Wobei ganz uneigennützig verschiedenste Arbeiten von den Schülern übernommen werden können. Die Schüler lernen dabei Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, auch im Bereich Naturschutz inmitten des Herzens des Biosphärengebietes.

Die Arbeit der Schüler kann sich sehen lassen. Fleißig packten die Jungs und Mädels am Donnerstag einmal mehr mit an, als Alfred Weber, Vorstand des Komitee Gruorn, ihnen Aufgaben zuwies. Während die eine Gruppe sich an den großen Linden, die von verschiedensten Auswüchsen befreit werden mussten, zu schaffen machten, packten die anderen auf dem Friedhof mit an, um die historischen Gräber für die Sommerbepflanzung herzurichten. Ganz nebenbei lernten die Fünftklässler auch, wie man sich auf einem Friedhof verhält. Lautes Geschrei passt hier nämlich genauso wenig her wie wilde Fangspiele.

Dank der Kooperation darf Gruorn jetzt auf viele neue Gäste hoffen. Winzig kleine Gäste, die hoffentlich bald in das neue Insektenhotel, welches die Neuntklässler der Schillerschule über die Wintermonate bauten, Einzug halten werden. Aufgestellt wurde es jetzt von den Fünftklässlern mit Unterstützung von Alfred Weber, der hofft, dass bald Ohrenzwicken, Schmetterlinge und Wildbienen eine neue Heimat hinter dem Schulhaus in Gruorn finden.

Kinder mit und ohne Handicap werkelten in allen Bereichen Hand in Hand, wobei wahre Inklusion deutlich zu spüren war. Jeder für sich, als ganz normaler Teil des Teams, ohne dass ein „Anderssein“ vom einen oder anderen Kind wirklich wahrgenommen wurde.

Begleitet wurde das Schülerprojekt in Gruorn durch die Lehrerinnen Jessica Buchfink und Iris Haug-Quanaku von der Schillerschule, Evi Mattes von der Karl-Georg-Haldenwang-Schule und durch Elisabeth Vosseler von der Oberlinschule.

Alle Kinder, die bereits an vier verschiedenen Biosphärenveranstaltungen teilgenommen haben, erhielten von Jochen Rominger, Mitglied beim Biosphärenzentrum Schwäbische Alb, den silbernen Buntspecht überreicht. Ein Abzeichen im Rahmen der Junior-Ranger-Ausbildung, welche die Kooperation beinhaltet.