Einsatz Internationales Workcamp im Freibad

Für alle Fälle: Die Teilnehmer des Workcamps haben gestern den Bereich bei den Umkleidekabinen ausgeräumt. So haben sie bei Regen eine Werkstatt unter Dach.
Für alle Fälle: Die Teilnehmer des Workcamps haben gestern den Bereich bei den Umkleidekabinen ausgeräumt. So haben sie bei Regen eine Werkstatt unter Dach. © Foto: ub
Münsingen / Ulrike Zöfel 17.04.2018

Es hat gleich mit einem kleinen Fest begonnen, das  Münsinger Workcamp: Alan aus Mexiko ist am Sonntag 30  Jahre alt geworden. Die perfekte Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen, bevor es am Dienstag zum ersten Arbeitseinsatz ins Freibad ging. Die Teilnehmer sind zwischen 19 und 72 Jahren alt, kommen aus ganz verschiedenen Lebenswelten, sind Studenten, Ingenieur,  Lehrer, Architektin, Rentnerin, Erzieherin, Sozialarbeiter.  Für die 71-jährige Larisa aus den USA zum Beispiel ist es das zweite Workcamp, ihr macht es einfach Spaß unterwegs zu sein, mit Menschen zusammen zu arbeiten, und – das ist allen gemein – Land und Leute kennen zu lernen. Elena aus Russland hat noch einen weiteren Grund für ihre Teilnahme. Für die 19-Jährige ist der Einsatz Teil ihres Studiums, und sie ist  neben Alan die Einzige der elf Workcamper, die Deutsch spricht.

Natürlich außer Marie-Theres Dyckhoff. Sie macht beim IBG (Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten) ihr Praktikum  und leitet das Münsinger Workcamp. Die Stadt hat sich  für das Freibadprojekt mit diesem gemeinnützigen Verein zusammengetan, so Rebecca Hummel von der Stadtverwaltung. Der IBG wurde 1965 mit dem Ziel gegründet, „durch internationale Jugendgemeinschaftsdienste einen Beitrag zu Frieden und Völkerverständigung zu leisten“.   Das Workcamp auf der Alb ist in diesem Jahr eines  von insgesamt 46 in Deutschland.

Bis zum 6. Mai ist  die internationale Mannschaft, Umgangssprache  im Camp ist Englisch,  auf der Alb. 30 Stunden in der Woche  schaffen sie auf der Baustelle.  Auf dem Arbeitsprogramm stehen unter anderem Pflasterarbeiten an Wegen, aber auch ums alte Kiosk herum, dort  wo einmal die Tischtennisplatten und die Grillhütte stehen sollen. Keine so ganz einfache Arbeit für Laien. Da ist Präzision gefragt. Die Mitarbeiter des Bauhofs haben ein genaues Auge  aufs Verlegen, justieren nach, wo es nötig ist. Außerdem bauen die  Frauen und Männer  die neuen Müllbehälter und die acht hölzernen Liegepritschen ebenso zusammen wie zwei mobile Umkleidekabinen. Die sind auch aus Holz und ersetzten die orangen Plastikteile. Auf der To-do-Liste stehen außerdem Malerarbeiten und die Reparatur von  Winterschäden.

Den Bereich bei den Umkleidekabinen haben die  Frauen und Männer schon gestern ausgeräumt. Für alle Fälle: Kommt Regen, dann gibt es dort eine Werkstatt unter Dach, in der  weiter gearbeitet werden kann. Um schnell Kontakt zu den Münsingern zu bekommen – ein großer Wunsch der  Workcamper – finden  an drei Samstagen Arbeitseinsätze statt, bei denen die Bürger zur Mithilfe aufgerufen sind (siehe Info unten).

Das Team wohnt im ehemaligen Krankenhaus, versorgt sich dort selbst. Von der Stadt gibt es pro Tag und Teilnehmer 15 Euro, sieben Euro davon werden für Essen und Unternehmungen verwendet. Denn neben der Arbeit stehen auch Ausflüge auf dem Programm. Ganz fest sind die Ziele noch nicht. Tübingen ist bisher ebenso einmal ins Auge gefasst wie eine  Fahrt mit dem Zug. Klar ist bereits: Am Sonntag wollen alle beim Schafauftrieb dabei sein.

Übrigens:  Anfang Mai soll langsam das Wasserbecken befüllt werden, voraussichtlich an Pfingsten kann dann der Badebetrieb starten.

Gemeinsamer Arbeitseinsatz mit Münsingern

Damit die Workcamp-Teilnehmer auch  Kontakt zu den Münsingern bekommen,  im Gespräch ihre Deutschkenntnisse verbessern können, findet an drei Samstagen ein Arbeitseinsatz statt, bei dem jedermann mitmachen  kann. Auf der Freibadbaustelle gibt es genug  für viele Helfer zu tun.

Die Termine: Samstag, 21. April,  28. April und 5. Mai. Beginn ist jeweils um 9 Uhr. Für die Verpflegung während des Arbeitseinsatzes ist gesorgt.  Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Gruppen können sich aber gerne bei Rebecca Hummel von der Stadtverwaltung anmelden: Telefon (0 73 81) 182-169. Dort gibt es auch weitere Informationen.

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