Fasnet Huzzla feiern Jubiläum ausgelassen

Münsingen / Sabine Herder 11.02.2019

Seit 20 Jahren gibt es den Narrenverein Böttingen mit seinen „Sternaberg Huzzla“. Grund genug, den diesjährigen Brauchtumsabend ganz groß zu feiern – und zwar im eigentlich angestammten „Wohnzimmer“ der Münsinger Hungerberghexen, wie Vereinsvorstand und -gründer Dieter Götz zur Begrüßung erfreut betonte. In der Alenberghalle wimmelte es am Samstagabend nur so von Hexen und Masken, die in bester Narrenstimmung und Partylaune gemeinsam mit den Sternaberg Huzzla das närrische Brauchtum pflegten.

Masken- und Showtänze standen auf dem Programm, Musikgruppen und Narrensamen waren mit dabei, und die närrische Gemeinschaft feierte ein fröhliches Beisammensein. Rund 500 Gäste wurden von den Sternaberg Huzzla erwartet. Viele von ihnen wirkten am tollen, närrischen Brauchtums-Programm mit.

Viele Hungerberghexen

Allein die befreundeten Münsinger Hungerberghexen stellten beim Brauchtumsabend der Böttinger eine zahlenmäßig große närrische „Abteilung“. Wo man hinsah, war das bekannte schwarz-rot-weiße Häs der Münsinger Hexen zu entdecken – kleine und große, manche davon kunstvoll geschminkt, alle auf jeden Fall in bester Partylaune.

Nach dem gelungenen Huzzl-Tanz und Einstand der Gastgeber durften auch gleich die kleinen Hungerberghexen auf die Bühne. Ganz nach dem Vorbild der „Großen“ zeigten sich auch die Kleinen schon als echte Meister im Pyraminden-Bau. Ihre Vorstellung wurde von den Gästen mit begeistertem Applaus honoriert. Mit Showtanz zu Technobeat ging’s nach dem „kleinen Hexen-Einmaleins“ für die Narren gleich weiter in den „Helicopter 117“. Der beliebte Party-Song vom „Hub Hub Hub Schrauber“ hatte die Hundersinger Narren zu einer bewegten Choreografie inspiriert. Mit Tanz und Musik rissen sie das närrische Publikum in der gut gefüllten Alenberghalle ungebremst mit.

Ideenreiche Show- und Maskentänzen im Wechsel garantierten im Verlauf des Abends immer wieder beste Fasnets- und Brauchtums-Unterhaltung. Welcher Verein auch immer gerade auf der Bühne stand, fand anfeuernde und gut gelaunte Unterstützung von den auf den Bänken stehenden und im Takt klatschenden Mit-Narren. Applaus und Zugabeforderung aus der ganzen Halle sowie Küsschen und ein großes Dankeschön vom Gastgeber belohnten alle Mitwirkenden.

Natürlich hatten die Hungerberg-Hexen ein Heimspiel. „Gigantisch, spitze“, freute sich Sternaberg Huzzla-Vorsitzender Dieter Götz über deren grandiose Vorstellung. Mit immer wieder neu zusammengestellten und gewagten Pyramiden rissen die Münsinger Hexen die ganze Halle zu begeistertem Jubel hin. Beste Fasnet-Musik von der „Hexa-Kapell“ hatte der Party-Stimmung zuvor schon mächtig angeheizt: Praktisch alle standen auf den Bänken und feierten kräftig mit.

Viel Zuspruch gab’s auch für die Kohlstetter Brandweinhexen, die im Touristen-Outfit „Saufen wie auf Malle“ showtänzerisch auf’s Korn nahmen und sich zur Freude des närrischen Publikums dabei musikalisch ebenfalls in den „Hub Hub Hub Schrauber“ begaben. Wie hingegen Hexen im Maskentanz fliegen können, zeigten die Galgenberghexen aus Buttenhausen. Auch die Narrenfreunde Münzdorf waren mit einem Tanz dabei, bevor die jungen Tänzerinnen der Steinhilber „Hülaschlappr“ einen bunten Schlusspunkt unter das Programm des Brauchtumsabends setzten.

Zum anschließenden närrischen Feiern gab‘s neben Essen und Getränken im hinteren Teil der Halle auch die gut besuchte Bar neben der Bühne mit den  üblichen Drinks. Wohl bekam den Narren auch das „Huzzl-Wasser“: Immerhin waren kurz nach 21 Uhr schon drei Flaschen des gletscherblauen Likörs geleert. Und Grund zum Feiern gab‘s letztlich auch für Vereinsvorsitzenden Dieter Götz und seine Frau Kerstin: Beim Brauchtumsabend wurden beide für ihre 20-jährigen Vereinstätigkeit zu  Ehrenmitgliedern ernannt.

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