Nicht mehr in diesem, aber im nächsten Jahr wird es Haushaltsmittel für einen geschichtlichen Rundgang durch Dottingen geben. Und weil eine gute Vorbereitung dafür wichtig ist, ruft Ortsvorsteher Adolf Lamparter schon jetzt die Dottinger zur Mithilfe auf. Ein zweiter Grund: Da wegen des Coronaviruses soziale Kontakte vermieden werden sollen, „ist dies vielleicht die Zeit, zuhause in alten Unterlagen nachzusehen, ob sich dort Interessantes für den Rundgang findet“.

Von Landwirtschaft zur Wohnsiedlung

Bei dem Projekt, das in Zusammenarbeit mit Stadtarchivar Yannik Krebs erarbeitet wird, sollen möglichst viele Facetten des Dottinger Dorflebens erfasst werden. Selbstverständlich, dass markante und wichtige Gebäude, wie beispielsweise Schule und Kirche, Rathaus und Farrenstall eine Tafel bekommen. Wichtig sind aber auch die Menschen, die den Ort geprägt haben – und die Entwicklungen über die Jahrhunderte, wie die weg vom einst landwirtschaftlich geprägten Dorf bis hin zur nahezu reinen Wohnsiedlung heute. Die ständig wachsenden Neubaugebiete sind da deutliche Zeichen.

Mit dem historischen Rundgang sollen natürlich alle Dottinger, aber vor allem auch die Jungen sowie die Neubürger für die Vergangenheit der Gemeinde interessiert werden und erfahren, wo es im Ort einmal eine Brücke gab, wo die große Hüle lag oder warum der Rosenbühl ursprünglich eine Arbeitersiedlung war. Dazu braucht es Bilder, Fotos, Dokumente sowie die Erinnerungen und Erzählungen der alteingesessenen Bürger.

Gründung einer Arbeitsgruppe

 „Sobald es die Situation wieder zulässt“, sagt Lamparter, will er Bürger zu einem Treffen und zur Gründung einer Arbeitsgruppe für das Vorhaben einladen. Wer schon jetzt beim Suchen nach Material fündig geworden ist oder bereits weiß, dass er am Ortsrundgang mitschaffen möchte, kann sich bei Adolf Lamparter melden per E-Mail info@a-lamparter.de oder unter der Telefonnummer 0173 31 52 845.

Übrigens: In Münsingen, Buttenhausen, Magolsheim und Auingen gibt es bereits einen geschichtlichen Rundgang durch den Ort. Der für Trailfingen ist zurzeit in Arbeit. Die Gestaltung ist in Stadt und Ortsteilen einheitlich.