„Viele von uns kennen den Rettungsdienstler Manuel Ott gut und viele wurden schon von ihm während seiner Einsätze gerettet. Nun braucht er unsere Hilfe“, erklärt Anita Brodbeck aus Lichtenstein, die eine Spendenaktion für die Otts organisiert hat. Für die Freundin eine echte Herzensangelegenheit.
Im vergangenen November erhielten Astrid und Manuel Ott die schockierende Diagnose: Bei ihrem kleinen Söhnchen Marlon wurde ein zehn Zentimeter großer Gehirntumor festgestellt. Dieser wurde zwar sofort von Spezialisten entfernt, doch es kam leider zu Komplikationen bei der Operation. Marlon fiel ins Wachkoma und ist bis zum heutigen Tage nicht mehr aufgewacht.

Ein schlimmer Schicksalsschlag

Patienten, die sich in diesem Zustand befinden, liegen entweder nahezu reglos mit offenen Augen da oder sie schlafen. Jedoch nehmen sie von sich aus keinen Kontakt zu ihrer Umwelt auf und müssen künstlich ernährt werden. „Ob er jemals wieder aufwacht, wissen wir nicht“, sagt Manuel Ott mit Tränen in den Augen und erinnert sich traurig an den Familienurlaub im vergangen Herbst zurück. Da war die Welt noch in Ordnung, Marlon spielte, lachte und tobte mit seiner drei Jahre alten Schwester umher. Das Mädchen muss nun auch ziemlich zurückstecken.
Die jetzige Situation ist für die junge Familie sehr belastend und stellt auch finanziell eine große Herausforderung dar. Freilich wollen die Eltern ihren 14 Monate alten Jungen, der momentan im Krankenhaus versorgt wird, wieder zu sich nach Hause holen. Hierfür sind aber umfangreiche Umbaumaßnahmen erforderlich, um die Umgebung auf die besonderen Bedürfnisse des pflegebedürftigen Kleinkindes anzupassen.

Finanzielle Unterstützung für die Rückkehr nach Hause

„Zum Glück haben wir schon eine etwas größere Wohnung gefunden, die geeignet ist. Aber es ist noch sehr viel zu tun“, berichtet Manuel Ott, dessen Hauptbeschäftigung derzeit die Arbeit auf der Baustelle darstellt. Damit der Umbau schnell über die Bühne geht und Marlon bald wieder in seinem liebevollen Zuhause sein darf, hat Papa Manuel eine unbezahlte Auszeit von seinem Job genommen.
„Jeder noch so kleine Beitrag kann helfen. Die Spenden gehen zu 100 Prozent an die Familie – für die Renovierung, einen speziellen Kindersitz und einen eventuell notwendigen Umbau am Fahrzeug“, verspricht Spenden-Initiatorin Anita Brodbeck.

Alle Informationen für Spender im Überblick

Wer die Familie in dieser schwierigen Zeit unterstützen möchte, kann dies auf der Plattform www.gofundme.com tun. Bis Mittwochabend haben bereits 56 Personen gespendet. Dabei sind insgesamt 3610 Euro für Marlon zusammengekommen. Alternativ können Unterstützer der Aktion ihren Wunschbetrag natürlich auch direkt an das Konto von Anita Brodbeck überweisen, die diesen dann an die Familie weiterleitet. An das Konto bei der Kreissparkasse in Reutlingen kann unter folgender Iban-Nummer gespendet werden: DE 97 6405 0000 0009 3719 50.