Münsingen Hilfe für Haiti: Informationen aus erster Hand

Haiti: Die Erdbebenschäden sind noch überall sichtbar. Foto: Johannes Ruopp
Haiti: Die Erdbebenschäden sind noch überall sichtbar. Foto: Johannes Ruopp
Münsingen / VAU 08.09.2012
Hilfe für Haiti: Es ist die erste Veranstaltung eines jungen Vereins, viele Hoffnungen sind mit dem Auftakt am 14. September in der Zehntscheuer verknüpft.

Johannes Ruopp aus Dottingen wird die von ihm mitbegründete Organisation "AEHaiti" vorstellen, hinter der gerade mal ein Dutzend Menschen stehen. Aber diese engagieren sich mit Herzblut und suchen nach Mitstreitern, was an diesem Abend gelingen kann.

Denn: Die Informationen kommen aus erster Hand. Johannes Ruopp hat im Auftrag des Stuttgarter Vereins "Christliche Fachkräfte international" in Haiti ein Auslandspraktikum absolviert und als Ingenieur beim Radiosender Lumiere mitgearbeitet, über den 90 Prozent der Bevölkerung erreicht werden konnten - bis das verheerende Erdbeben am 12. Januar 2010 das ohnehin arme Land ins Chaos stürzt. 300 000 Menschen sterben, Millionen werden obdachlos. Noch immer sind Folgen unübersehbar, wenn die Not auch längst aus den Schlagzeilen verschwunden ist.

Davon wird Ruopp erzählen, unterstützt von seiner Frau Urline, die aus Haiti stammt, und seinen beiden Schwägerinnen, den Zwillingsschwestern Cassandra und Cassandre Mathieu. Die 25-Jährigen wurden nach dem Erdbeben von der Regierung im Senegal aufgenommen und haben dort ein Stipendium erhalten. Sie studieren Tourismus und Soziale Arbeit und sind auf Einladung der Familie Ruopp einige Tage auf der Alb.

Sofort nach dem Erdbeben gab es private Hilfen. Johannes Ruopp denkt an eine langfristige Unterstützung. Ein Schwerpunkt soll der christliche Radiosender sein, dessen Netz zusammengebrochen ist. Heute werden nur noch 60 Prozent der Bevölkerung erreicht. Dabei ist er mit Gottesdiensten, Kultursendungen und Nachrichten wie eine Lebensader, besonders für Menschen, die auf dem Land leben und nicht lesen und schreiben können. Info Der Vortrag (mit Fotodokumentation) von Johannes Ruopp beginnt am kommenden Freitag, 14. September, um 19.30 Uhr im Theaterraum der Münsinger Zehntscheuer.