Zwiefalten / Heinz Thumm  Uhr

Im Zusammenhang mit dem 50-jährigen Jubiläum des Kolping-Fanfarenzuges organisierte Valentin Ott mit seinem Team die 4. Highlandgames in Zwiefalten. Hunderte Zuschauer beobachteten die originellen Spiele, die Valentin Ott auf „schwäbische Regeln“ abgewandelt hat. Doch schon bald will Ott einmal nach Schottland reisen und die dortigen Regeln und Wettkämpfe im Detail kennen lernen.

„1. Revolution Pipes & Drums“

Der Einmarsch im Zwiefalter Fußballgelände war indessen bereits eindrucksvoll: Voraus zwei Reiterinnen mit wehenden Standarden, danach die Dudelsackmusikanten vom Verein „1. Revolution Pipes & Drums“ aus Saulgau. Anschließend präsentierten sich die vier Mannschaften mit je fünf Mitspielern in ausgewählten Anzügen, teils mit Rock oder zum Namen passenden T-Shirts. Angetreten sind die Teams: „Spontaneous Bastard“,Du fette Sau“, „Die Durstigen“ und „Bunker Riedlingen“.

Der Start begann mit einem  „Slalom Rennen mit einem Baumstamm“. Die Teams mussten einen fünf Meter langen Baumstamm in schnellem Tempo auf einer Parcourstrecke vorwärts und rückwärts um Slalomstangen tragen. Für einzelne Berührungen der Stangen gab es Strafzeiten. Die genutzten Varianten waren vielfältig.

Skilauf auf den Rasenflächen

Beim folgenden „Tauziehen“ ging es nicht nur um Kraftproben, sondern auch um geschickte Rucker, welche die gegnerische Mannschaft ins Straucheln bringen konnte – was auch in einigen Fällen gelang. Und doch waren die Kraftanstrengungen gewaltig und für so manches Team war nicht mitzuhalten.

Viel Spaß machte der mannschaftliche Skilauf auf den Rasenflächen. Fünf Personen auf zwei langen Brettern mussten sich bemühen im Gleichschritt eine vorbezeichnete Strecke zu bewältigen. Mit lauten „Links- und Rechts-Rufen“ versuchten die Mannschaften den gleichen Rhythmus einzuschlagen, doch heraus kam mancher Sturz, viele Ungeschicklichkeiten, aber auch einige Spurts und spannende Kopf-an-Kopf-Rennen.

Um Geschicklichkeit ging es in einem Spiel, bei dem zwei Gegner auf einen Rundholz balancierten und versuchten den Gegner durch Schläge oder Stöße zu Fall zubringen. In unterschiedlichen Techniken versuchten die Kämpfer den Gegner zum Abwurf zu bringen. Einige geschickte Kämpfer hielten tapfer das Gleichgewicht und brachten die Gegner fast zur Verzweiflung.

Nach einer Pause und Stärkung für die Wettkämpfer und Zuschauer folgte eine Disziplin, bei dem jeweils fünf schwere Breitreifen in Spitzenzeit über ein bestimmtes Wegstück transportiert werden mussten. Die Reifen durften wahlweise getragen oder geworfen, durften aber nicht gedreht werden. Schnell nahmen sich die Wettkämpfer ein Beispiel bei einem Team, das pro Mann je einen Reifen geschickt über den Parcour trug. Völlig ausgepumt schaffte die Mannschaft in immer neuen Spitzenzeiten den Parcours.

Und dann folgte die Spitzendisziplin, das Baumstammwerfen: Ein Baumstamm von vier Metern Länge und 15 Zentimetern Durchmesser musste so geworfen werden, dass er sich überschlug und das möglichst genau in einer Vorwärtsbewegung. Die Weite und die Höhe wurde nicht gewertet, aber ein kompletter Überschlag in eine bestimmte Richtung führte unter lautem Beifall der Zuschauer zu hohen Punktwertungen.

Mit dem Ende der Spieldisziplinen öffnete der Himmel seine Schleusen und machte die meisten Wettkämpfer und Zuschauer nass. Die Organisatoren verlegten die Siegerehrung nach kurzer Unterbrechung in das benachbarte Festzelt. Damit bekam die Siegerehrung der Highlandgames 2019 ein unerwartetes Podium: Die Dudelsackmusikanten begleiteten die Mannschaften beim Einmarsch ins Festzelt, dort begrüßte der Fanfarenzug Oberzell die Teams mit schmissigen Weisen.

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Ergebnisse der Zwiefalter Highlandgames 2019

1. Sieger-Mannschaft „Du fette Sau“ mit 940 Punkten und überragenden Ergebnissen beim Baumstammwerfen, 2. Sieger „Die Durstigen“ mit 530 Punkten, 3. Sieger die „Spontaneous Bastard“ mit 480 Punkten. Für den 4. Platz bekam die Mannschaft „Bunker Riedlingen“ einen Trostpreis, der die Pflicht zur Teilnahme an den Wettkämpfen im Jahr 2020 zur Folge hat.