Gesamtkommandant Markus Ott listete bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr   am Samstag die Einsätze auf:  Es galt zwölf technische Hilfeleistungen zu absolvieren und zu 17 Brandeinsätzen auszurücken, darunter waren auch einige Fehlalarme. Zwiefalten liegt damit weit über dem Schnitt im Landkreis Reutlingen, wie Kreisbrandmeister Auch feststellte. Fünf Personen konnten bei Einsätzen gerettet werden, für zwei Personen kam jede Hilfe zu spät. Ein Feuerwehrmann wurde bei einem Einsatz leicht verletzt.

Insgesamt 147 Freiwillige verrichteten  in sechs Abteilungen sowie in Alters- und Jugendabteilung ihren Dienst. 5.800 Stunden fielen dabei an, wobei der größte Anteil die Ausbildung mit 49 Prozent ausmachte. Auch 262 Arbeitseinsätze wurden mit 856 Stunden geleistet. Die Ausstattung der Feuerwehr bezeichnete Ott als „befriedigend bis gut“, man sei auf einem guten Weg und hätte das Ziel „sehr gut“ vor Augen. Ein großer Posten im Kommunalhaushalt stellt dabei das neue Feuerwehrgerätehaus in Upflamör dar, das im April/Mai seiner Bestimmung übergeben werden soll.

Das nächste größere Projekt wird die Ersatzbeschaffung für das LF 16 im Jahr 2020 sein. Laut Bürgermeister Matthias Henne werden die Kosten bei rund 400.000 Euro liegen. Die Umstellung auf digitale Alarmierung wird in diesem Jahr abgeschlossen und sieht vor, die Sirenen in Gauingen, Hochberg, Mörsingen und Upflamör mit digitalen Steuergeräten und die Abteilung Sonderbuch mit einem digitalen Meldeempfänger auszustatten.

„Größere Einsätze sind bei uns Gott sei Dank selten, doch jeder einzelne Einsatz birgt Gefahren und stellt eine Belastungsprobe für Mannschaft und Material dar“, führte Bürgermeister Henne in seinem Grußwort aus. Er hob den wertvollen ehrenamtlichen Dienst der Feuerwehrleute für die Allgemeinheit hervor. Tag und Nacht seien sie neben Beruf und Familie zur Stelle und riskierten ihr Leben, um Menschen, Tiere und Gebäude zu retten und zu schützen.

Die Freiwillige Feuerwehr nehme deshalb eine wichtige gesellschaftliche Position ein und müsse auch in Zukunft gestärkt und geschützt werden. Als Zeichen der Wertschätzung investiere die Gemeinde stetig in Ausbildung und Material. Die Gemeinde sei stolz auf ihre engagierte Feuerwehr und das menschliche Miteinander, auf die übernommene Verantwortung für die Dorfgemeinschaft und den Zusammenhalt.

Sechs Abteilungen würden für die Sicherheit der Bürger sorgen: „Regelmäßige Übungseinsätze und eine gute technische Ausstattung sind hierfür die Voraussetzung“. Dafür stelle die Gemeinde jährlich 30.000 Euro bereit. Lob gab es vom Bürgermeister auch für die Jugendfeuerwehr, die sich „brennend engagiert und interessiert“ und seit der Gründung 2014 fünf junge Leute in die aktive Wehr überleiten konnte, weitere vier wechseln voraussichtlich noch in diesem Jahr.

„Die Feuerwehren müssen sich ständigen Veränderungen und Gegebenheiten anpassen, das setzt regelmäßige Übungsstunden sowie den Besuch von Fortbildungen und Lehrgänge voraus“, machte Kreisbrandmeister Wolfram Auch deutlich, der ebenso wie Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Gunter Hespeler ein Grußwort sprach.

Die stetige Alarmbereitschaft genieße höchstes Ansehen in der Bevölkerung, die 34 Einsätze der Zwiefalter Wehr zeigten die volle Brandbreite und die Vielfalt der Aufgaben auf. „Darauf sind Sie vorbereitet und dafür sind Sie ausgebildet“, so Auch. „Hauptauftraggeber“ sei das ZfP, dessen Werksfeuerwehr auf die Unterstützung durch die kommunale Feuerwehr bauen könne. „Die Synergien funktionieren sehr gut“, freute sich der Kreisbrandmeister. Und er hob auch die kreisübergreifende Zusammenarbeit der Zwiefalter mit der Feuerwehr Riedlingen hervor.

Ehrungen und Beförderungen


Zum Oberfeuerwehrmann wurden Leonhard Bayer, Maximilian Bayer, Patrick Diem, Benedikt Ott, Christian Schrodi, Tobias Siebert und Simon Sturz befördert. Hauptfeuerwehrmann ist jetzt Jochen Hinz,Löschmeister Florian Bayer

Auch Ehrungen standen auf dem Programm: Für 25 Jahre Feuerwehrdienst erhielt Franz Häbe das Ehrenzeichen in Silber.
Für 40 Jahre Feuerwehrdienst wurde Ernst Schien  mit dem Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet.

Von der Altersabteilung wurden Herbert Holder für 40 Jahre und Paul Fischer sowie Karl Hamberger für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

Eine Ehrung zum späteren Zeitpunkt erhalten Volker Schnitzer (25 Jahre), Paul Schmid (40 Jahre), Josef Renner (50 Jahre) und Heinz Bertsch mit der Ehrenmedaille in Gold des Landesfeuerwehrverbandes.