Konzertbesucher und Akteure kamen im Rahmen der grandiosen Darbietungen enorm ins Schwitzen. Zum einen aufgrund der heißen Temperaturen, die auch die Alenberghalle unangenehm aufgeheizt hatten, zum anderen aber auch wegen der mitreißenden, rockigen und schwungvollen Musik, die von insgesamt 180 Schülerinnen und Schülern mit großer Spielfreude dargeboten wurde.  Eineinhalb Stunden lang wurde musiziert und gesungen, gerockt und gedrummt, die vorangegangenen intensiven Proben zahlten sich nun aus.

Gleich zu Beginn wurde dem Publikum eine Premiere geboten, die es in sich hatte und zeigte, was eine Schulkooperation möglich macht: Das große Schulorchester der Gustav-Mesmer-Realschule und das Streichorchester des Gymnasiums traten zum ersten Mal unter der Leitung von Dietmar Leichtle gemeinsam auf und überzeugten auf ganzer Linie. Mit modernen Stücken wie „You raise me up“, „Just give me a reason“, „You give love a bad name“ und „Tears in heaven“ begeisterte das vielfältig besetzte Ensemble die Zuhörer. Die Größe des Orchesters und das musikalische Können der jungen Musiker sorgten für eine gewaltige Klangfülle und einen grandiosen Sound.

Keine Nachwuchssorgen

Schöner könnte eine Schulkooperation wohl nicht gelebt werden als durch und mit Musik. An Nachwuchs fehlt es dem Schulorchester nicht, die Sechstklässler stehen bereits in den Startlöchern und können es kaum erwarten, auch aufzurücken. Dass sie das Zeug dazu haben, zeigten sie als Bläserklasse unter der Leitung von Dorothee Mörike mit „Hang on Sloopy“, „Theme from Ice Castles“ und „Supercalifragilistic“. Allesamt Stücke auf hohem Niveau, die laut Dietmar Leichtle in dieser Schwierigkeit selten von einer Bläserklasse 6 gespielt wurden. Der erste Teil des Konzerts wurde rhythmisch, laut und rockig von den Trommlern „Drum Line“ und dem Schulorchester beschlossen. Bei Liedern von Cheap Trick, Adele und Bill Withers kam es auf Genauigkeit, Taktgefühl und Rhythmus an, Dietmar Leichtle gab den Takt vor und konnte mit seinen Schülern mehr als zufrieden sein. Unter ihnen einige Zehntklässler, die als starker Jahrgang über Jahre hinweg das Orchester mit ihrer Musikalität bereichert haben und sich nun – ganz entgegen der sonstigen Gewohnheit – mit einer selbst ausgewählten Zugabe verabschieden wollten.

Alle Musikstile

Die folgende Polka „Böhmische Liebe“ stand in völligem Kontrast zum sonstigen Programm, zeigte aber auch, dass sich junge Leute gerne von der ganzen Bandbreite der Musik begeistern lassen. Jede Musikkapelle hätte vor dieser Darbietung den Hut gezogen.

In guter Tradition rockte die Schulband im zweiten Teil laut und fetzig die Halle. Unter der Leitung von Friedemann Lutz sorgte sie mit „I love Rock’n’Roll“, „Blue“, „Believer“ und „You give love a bad name“ für eine tolle Stimmung beim Publikum und wurde mit kräftigem Beifall für ihre Musik und ihrem Gesang belohnt. Einen gefühlvollen und feinen Ausklang des Konzerts bot der fein und harmonisch abgestimmte Gesang des Schulchors, der – ebenfalls unter der Leitung von Friedemann Lutz – die Lieder „Hall of fame“, „What about us“, „Bye bye“, „Ist da jemand“ und „Count on me“ zum Besten gab. Dieses Konzert hat eindrücklich gezeigt, welchen Stellenwert Musik im Profil der Gustav-Mesmer-Realschule einnimmt und wie schön es ist, die Früchte der Arbeit zu ernten.