Tradition Glühwein und Punsch helfen gegen die knackige Kälte

Vor allem in den Abendstunden herrschte auf dem Münsinger Weihnachtsmarkt am Rathaus reges Treiben. Die frostigen Temperaturen sorgten für reißenden Absatz bei Glühwein und Punsch.
Vor allem in den Abendstunden herrschte auf dem Münsinger Weihnachtsmarkt am Rathaus reges Treiben. Die frostigen Temperaturen sorgten für reißenden Absatz bei Glühwein und Punsch. © Foto: Maria Bloching
Münsingen / Maria Bloching 03.12.2017

Genau so muss es sein“, befanden viele Weihnachtsmarktbesucher angesichts des kalten, aber trockenen Wetters. Sie hatten sich warm eingepackt, ließen das einladende Ambiente des festlich beleuchteten Rathausplatzes mit einer Tasse Glühwein in der Hand und umringt von Bekannten und Freunden auf sich wirken. Auch die französischen Händler aus der Münsinger Partnerstadt Beaupréau und aus der Gomadinger Partnerstadt Buis-les-Baronnies freuten sich über den Schnee, auch wenn sie angesichts des krassen Temperaturunterschieds zu ihrer Heimat doch etwas froren.

„Freundliche Leute“

Dennoch genossen sie den Weihnachtsmarkt in vollen Zügen und lobten die schöne Atmosphäre und insbesondere die freundlichen Leute. „Wir wurden von allen sehr nett empfangen“, erzählten sie und boten mit Nougat, Käse und Würste, Honig, Crêpes und Macarons ihre feinen Köstlichkeiten feil. Besucher aus Kirchheim unter Teck hatten die Stände aus Frankreich vor vier Jahren auf dem Münsinger Weihnachtsmarkt entdeckt, deshalb lassen sie es sich nicht mehr nehmen hier einzukaufen. Natürlich kamen auch sie nicht umhin, eine würzig-heiße Zwiebelsuppe und den karamellisierten „Chichiwawa“ (flambierten Orangenlikör) zu kosten.

Am Stand von Valéry Liotaoud bekamen die Besucher zum dickflüssigen und fruchtigen Aprikosensaft gleich noch Weihnachtsmusik auf dem Akkordeon geboten. Er war mit einem deutschen Gedichtband angereist und erzählte gerne, wenn er mit Interessenten an seinem Stand ins Gespräch kam, von seinem Faible für deutsche Literatur, Lieder und Weihnachtsmärkte.

Besonderen Eindruck machten auf ihn die Aktivitäten von Schulen und Kindergärten, die an einigen Ständen versuchten, ihre Klassenkassen aufzubessern. Für Eltern, Lehrer und Schüler der Karl-Georg-Haldewangschule waren die drei Tage Standbetrieb wieder eine hervorragend funktionierende Gemeinschaftsaktion. Mit Begeisterung wurden die einfallsreichen Produkte der Schüler verkauft, die sich schon seit dem Sommer auf diesen Weihnachtsmarkt vorbereitet hatten.

Die frischen Kräuter aus dem Schulgarten wurden getrocknet  und schließlich fein gehackt unter das Salz gemischt, das nun fein säuberlich in schönen bunten Gläschen zum Kauf geboten wurden.

Viele tolle Ideen

Auch die Zucchini für Chutney stammten aus dem eigenen Garten und waren vor der Weiterverarbeitung liebevoll gehegt und gepflegt worden. Aus Milchtüten wurden Vogelkästen gebastelt, aus Eierschachteln, Holzspänen und Bienenwachs Kaminanzünder hergestellt. Solch tolle Ideen kamen bei den Weihnachtsmarktbesuchern bestens an. Natürlich waren auch vielfältige Weihnachtsdekorationen und insbesondere Adventskränze an den Ständen gefragt.

Während die Besucher zur offiziellen Eröffnung am Freitagabend (wir berichteten) bereits in Strömen durch den Markt bummelten und den Vorträgen des Posaunenchors und der Kindergartenkindern lauschten, herrschte am Samstagnachmittag regelrechte Flaute. Das änderte sich dann jedoch zur Freude der rund 50 Marktbeschicker nach Einbruch der Dunkelheit.

Jedes weihnachtlich geschmückte Fenster des hell beleuchteten Rathauses trug sein festliches Licht nach draußen und sorgte für ein ansprechendes Ambiente. „Alle Jahre wieder – wunderschön geschmückt und herrlich dekoriert“, freute sich Bürgermeister Mike Münzing.

Er lud die Besucher ein, in diesen drei Tagen zur Ruhe zu kommen und das Licht und die Wärme des Weihnachtsmarktes und des von ihm auf der Bühne angezündeten Adventskranzes in diese Vorweihnachtszeit zu tragen. Mit Glühwein und Punsch wärmten sich die Besucher von innen, manche aber ließen sich auch gerne ein Weilchen im gemütlich eingerichteten Rathauscafé im kleinen Sitzungssaal nieder, um sich von einer heißen Suppe, Gebäck und einem leckeren Getränk verwöhnen zu lassen.