Eine Winterwanderung am Albsüdrand bei Emerberg und Zwiefaltendorf wird die erste Tour der Hayinger Albvereinler und ihrer Gäste sein. Traditionell wird die Nachmittagstour am 6. Januar dabei auch zum Marktplatz der Neuigkeiten, die seit Weihnachten für 2020 endgültig auf dem Tisch liegen.

Als „umfangreich und durch die Zielgruppenansprache nicht zu voll“ sieht der Vorsitzende Jürgen Haible das Programm des Schwäbischen Albvereins Hayingen an. Die Veranstaltungen der Familien sind in einem separaten Flyer hervorgehoben. Auch die „60+“-Gruppe und die Radwanderungen tragen zur Fülle an Veranstaltungen bei. Darüber hinaus findet seit Spätsommer 2019 immer montags ein Walking-Treff statt.

Tatsächlich bieten die Hayinger Aktiven 2020 sowohl explizit Kulturveranstaltungen als auch puristisch „Nur“-Wanderungen an. So laden sie beispielsweise zur Städtetour „Römer, Fugger und Kanäle“ nach Augsburg mit kurzer Stadtführung wie auch auf die Kulturmeile der Landeshauptstadt Stuttgart ein. Zum Wandern stehen Touren in der unmittelbaren Umgebung an, aber beispielsweise auch eine Ausfahrt an die Obere Donau zu den Versickerungen mit der Wanderung zum Austritt des Wassers aus dem Linzgauer Aachtopf. Auch die Klassiker, namentlich die Querfeldeintour über gefrorenes Terrain, die Märzenbecherblüte, die Erster Mai-Frühwanderung, die Bussenwallfahrt oder die Sportliche Tour – diesmal über die Achalm nach Hayingen – finden im Jahresprogramm der Albvereinler Platz.

Alpinisten kommen auf ihre Kosten

 „Ohne Übertreibung können wir von einem Albvereins-Alpinsommer sprechen“, freuen sich Haible und seine Stellvertreterin Johanna Lerner. Das beginnt mit den Bergamasker Alpen der Lombardei, setzt sich mit dem „Komfortablen Bergwochenende“ in Proveis/Deutschnonsberg fort und gipfelt auf der Gaichtspitze im Tannheimer Tal. Stolz ist man darauf, beim Dauerbrenner Hochgebirgshüttentour den Generationswechsel offensichtlich bewältigt zu haben. Bei der Organisation gibt es frischen jungen Wind: 2020 darf es der Berliner Höhenweg in den Zillertaler Alpen sein.

Eingeführt haben die Hayinger in den letzten beiden Jahren die sommerliche Nachtwanderung in den Morgen – mit gemütlichem Frühstück – sowie als ein Stück Heimatgeschichte die Flurnamenwanderung. 2020 werden die Teilnehmer im November Näheres über die Flur um Ehestetten erfahren.

Ulmer Pilzexperte gibt Tipps

Neu ist die Hayinger Pilzexkursion, die sich aus einer zufälligen Begegnung bei einem SAV-Landschaftspflegeeinsatz mit einem Pilzexperten der Universität Ulm ergeben hat. Die Gelegenheit wurde beim Schopfe gepackt, Interessierte dürfen auf die Tour Ende Oktober gespannt sein. Wie die Jahre zuvor stehen auch 2020 Projekte zur Landschaftspflege an. Auch hier bauen die Hayinger auf eine Verjüngung des Helferteams, denn die Gemeinschaftsaktionen machen großen Spaß und erfordern körperlichen Einsatz – „Fitness for free eben, mit Vesper und Getränken“, wirbt der Albverein um Helfer.

Viele Angebote für Familien

Besonderes Augenmerk liegt weiterhin auf der Familiengruppe. In den letzten Jahren waren alle Aktiven mit Herzblut im konzertierten Aufwand unterwegs, zuletzt unter anderem mit einem Revival des Rübengeisterschnitzens. Im neuen Jahr werden diese Anstrengungen mit einer hauptamtlichen pädagogischen Mitarbeiterin des Gesamtvereins professionell aufgestellt. Die Familien können sich auf fundierte Konzepte für Osterhasenrallye bis Drachenbasteln freuen. „Sie brauchen nur noch zuzugreifen“. hofft der Vorsitzende Haible auf eine gute Resonanz der Teilnehmer.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen des Hayinger Albvereins gibt es auf dessen Homepage im Internet unter hayingen.albverein.eu.