Münsingen Fehler machen meist die Hundeführer

Fliegende Vierbeiner und ihre rennenden Führer bestimmten am Wochenende das Geschehen auf dem Hungerberg in Münsingen.
Fliegende Vierbeiner und ihre rennenden Führer bestimmten am Wochenende das Geschehen auf dem Hungerberg in Münsingen. © Foto: Sabine Zeller-Rauscher
Münsingen / Sabine Zeller-Rauscher 03.07.2018

Überall freudiges Gebelle und Gekläffe auf dem Hungerberg. Nein, es war nicht nur der Leberkäse, der den siebenjährigen Hoki, ein Nova-Scotia-Duck-Tolling- etriever zu athletischen Hindernissprüngen, geschickten Slalomläufen oder dunklen Tunnelsprints animierte. Es war die zusammengeschweißte Einheit mit Frauchen Nadine Wachendorfer, die den Vierbeiner alles geben ließ. Dass es am Ende nicht zu einem Sieg gereicht hat, daran war unter anderem sein Frauchen schuld.  „Wenn man eine Sekunde unkonzentriert ist, ist es schon passiert“, gestand Frauchen Nadine. Gestört hat es den bellenden Liebling aus dem Hause Wachendorfer jedoch ziemlich wenig,  denn trotz Fehler machte Frauchen wie immer, die grasgrüne Plastikdose auf, aus welcher ruckzuck köstlicher Leberkäseduft strömte. Die Hundeführerin ist sich sicher, dass in 99 Prozent der Fehler der Hundeführer und nicht der Hund schuld ist.

Dies konnte auch Michaela Autenrieth, Vize-Chefin des  ausrichtenden Vereins „Hundefreunde Münsinger-Alb“ bestätigen. Michaela Autenrieth freute sich mit dem Hundefreunde-Team über die 140 Starter, die aus dem weiten Umkreis angereist waren. Aus Stuttgart kam das Ehepaar Sandra und Fabian Münzer. Beide gingen an den Start.  Sandra mit Baston, Fabian mit Maja. Ein eheliches Konkurrenzdenken schlossen beide dennoch aus. Vielmehr sah das Paar den familiären Doppelstart als echte Chancenerhöhung, dass wenigstens einer der beiden startenden Hunde durchkommt.

Die Hund-Mensch Teamsportart Agility kommt übrigens aus England und ist auf keine bestimmte Hunderasse beschränkt. So trafen sich auch am Wochenende wieder bellende Vierbeiner der verschiedensten Rassen, Größen und Farben. Disizplin und Harmonie von Mensch und Tier führten zum Erfolg.

Trotz Hitze jede Menge Spaß

Der Parcoursverlauf am Wettkampftag wurde von den Richtern im Vorfeld bestimmt. Jeder Hundeführer hatte dann die Möglichkeit, den Parcours zu durchlaufen und diesen sich gut einzuprägen. Letzteres ist nicht immer einfach, wie sich bei etlichen Hundeführerfehlern gezeigt hat. Gezeigt hat sich aber auch, dass die Hunde trotz ziemlich heißen Temperaturen dennoch jede Menge Spaß am Sport haben. Das eigentliche Rennen durch den Parcours war für die Teams innerhalb kürzester Zeit vorbei, wobei im Anschluss sowohl die Hunde als auch ihre Führer die Zunge  meist weit rausstrecken mussten.

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