Es war das Zusammenspiel von toller Musik, sehenswerten Tänzen, lustigen Sketchen und Wortbeiträgen, das für eine hervorragende Stimmung beim ersten Vereinsball am Samstagabend verantwortlich war. Die zahlreichen Besucher im vollbesetzten Gemeindehaus kamen voll auf ihre Kosten, dank abwechslungsreicher Vorträge gab es viel zu lachen.

Genauso hat es sich der Vorsitzende des Musik- und Gesangvereins Frank Kloker vorgestellt. Er führte das Publikum als Flugzeugpilot durch den Abend, nahm seine Gäste mit an Bord und versprach einen steilen Anstieg bis zur vorgesehenen Flughöhe, die nach einem rund dreistündigen Programm schließlich auch erreicht wurde.

Sehenswerte Tanzdarbietungen

Für einen gelungenen Auftakt sorgten die schwarz-weiß-rot gekleideten Mädchen der traditionellen Eglinger Garde, die trotz ihrer kleinen Besetzung mit sechs Tänzerinnen durch ihre Klasse glänzen konnte. Dies insbesondere auch beim Showtanz, der mit insgesamt zwölf Tänzerinnen ins Amerika des 19. Jahrhunderts entführte und mit dem „Greatest Showman“ eine zwanzigminütige und äußerst sehenswerte Vorstellung bot.

An tänzerischem Nachwuchs mangelt es in Eglingen nicht, wie der Tanz der „Little Beauties“ verdeutlichte. Zehn Mädchen im glitzernden Ballerinaröckchen präsentierten sich mit großem Selbstbewusstsein und einer hervorragend einstudierten Choreografie. Als Vorbild dienten ihnen auch die maskierten Brendeler, die nicht nur eine rasante Schrittabfolge auf die Bühne brachten, sondern sich auch zu kleinen Pyramiden auftürmten.

Glamouröse Männertruppe im Damengewand

Seit Jahren ist es die „Ranzengarde“, die den Tanzreigen des Eglinger Vereinsball komplett macht. Diesmal schmissen sich die sechs Männer des Männerballetts in rote Glitzerkleider, behängten sich mit schwarzen Federboas und legten einen flotten Charleston aufs Parkett. Abwechslung zwischen die verschiedenen Tänze brachten bekannte Gesichter, die jedes Jahr mit ihren Wort- und Sketch-Beiträgen das Programm bereichern.

Nicht fehlen dürfen dabei Vertreter der musikalischen Familie Bross. Stephan und Rudolf Bross sowie Jan Schlageter sorgten mit ihrem Auftritt als „Brass-Boys“ an zwei Posaunen und einer Trompete, mit mehrstimmigem Gesang und spontanem Witz für einen grandiosen Höhepunkt des Abends. Zuvor konnte sich Stephan Bross nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr gemeinsam mit seinem kleinen Sohn Valentin als „Äffle und Pferdle“ der Sympathie des Publikums sicher sein. Sie spielten und erzählten Witze des bekannten Duos und natürlich durfte bei ihrer Darbietung der Bananenblues nicht fehlen.

Zum ersten Mal traten Ulrike Böhme und Susanne Hinkelbein an einem Vereinsball auf und gaben dabei einen Integrationskurs für Fischköpfe. Böhme prallte frontal als Nordlicht mit Hinkelbein als Urschwäbin zusammen, der Sprachkurs zeigte beim Versuch von „Du goschd mer uff dr Goischd du bleda Blodr“ nur mäßigen Erfolg. Schließlich „isch Schwäbisch d´natürlichschda Sproch von dr Welt“, „scho ganz kloine Kender schwätzet schwäbisch“.

Mit einer Geschichte, die das Leben schreibt, trat Matze Hölz in diesem Jahr auf. Denn was soll man schon vortragen, wenn mittlerweile alles bekannt ist? Also schwadronierte er über einen ganz normalen Sonntag in seiner Patchworkfamilie, an dem es jedoch „scho mächtig zor Sach goht“. Zum Brüllen komisch präsentierten sich Doris Lamparter, Petra Hölz, Manuela Bez, Helga Bross-Mally und Sigrid Saalmüller als in Pelz gekleidete russische Frauen, die das Leben in Eglingen mit täuschend echtem Akzent auseinandernahmen. Eglingen sei „das scheenste Dorf von Hohenstein mit scheenste Bürgermeister von Baden-Württemberg und gaaanz wichtig mit richtige Park, nicht wie Hüle in Bernloch mit dreckige Wasser, wo waschen Gänse ihre Fieße“. Der Gemeinderat sei eine „große Organisation wie in Russland Mafia“: „Scheene Bürgermeister mache Vorschlag für gesunde Gemeinde, alle Gemeinderäte mache so“, nickten die Damen. Das ganze Jahr über hatten die Frauen Missgeschicke von Bürgern gesammelt, um sie nun eine halbe Stunde lang äußerst gelungen durch den Kakao zu ziehen.

A- B- und C-Promis am Start

Nachdem Manuel Heinrich und Daniel Wahl die Hygiene in einem echten Männerhaushalt anschaulich demonstrierten, sorgte die Gruppe 0815 mit einer Hitparade für Stimmung im Saal. Frank Kloker trat als Jürgen Drews auf, Markus Steinhilber präsentierte sich als Helene Fischer und Roland Kloker als Wolfgang Petry, Armin Hoffmann und Uwe Sembritzki sangen sich durch „Felicita“ von Al Bano und Romina Power und Peter Wahl sowie Otto Vallant ließen sich als DJ Ötzi samt Nik P. feiern, während Michael Gierk als live singender Andreas Gablier das Publikum begeisterte.

Musikalisch umrahmte Alleinunterhalter Simon Wild den Abend.