Mit bunt geschmückter Halle, verheißungsvoller Bühnendekoration, mit Büfett und Infostand hießen Lehrer- und Elternschaft die Neulinge samt Familien willkommen. Und diese strömten nach dem Gottesdienst in der Martinskirche zahlreich ein, im Mittelpunkt des Geschehens natürlich die Hauptpersonen des Tages. Ein schönes Bild und vielbegehrtes Fotomotiv gaben die mittig platzierten ABC-Schützen mit ihren nagelneuen Schulranzen und quietschbunten Schultüten ab, die gespannt und voller Erwartung das Programm verfolgten und sich trotz aller Aufregung auf Kommendes als tolles und aufmerksames Publikum erwiesen.

Es gab aber auch allerhand zu hören und zu bestaunen, was die Zeit bis zum Abmarsch in die Schule wie im Flug vergehen ließ. Den Anfang machte Schulleiterin Uthe Scheckel, die sich gedanklich in die Kinderköpfe einfühlte und mutmachendes Lernen, Begreifen und Verstehen mit Herz und Hand in Aussicht stellte. Dass Kindermund Wahrheit kund tut, erwies sie mit Sätzen aus einem Buch, welche die Schulsicht von Sechs- und Siebenjährigen humorig und unterhaltsam schilderten. So erfuhren die angeregt lauschenden ABC-Schützen, dass die Schultüte die Schule verzuckern soll, dass man im ersten Jahr neben Farben und Zahlen auch den Lehrer kennenlernt und den Weg zum Klo.

Dass die Lehrerin nachts Zettel herstellt, ein großes Gehirn und beruhigtes Blut braucht und manchmal nicht weiß, wo ihr der Kopf steht, waren ebenso nette Kindererzählungen wie die Erklärungen zu Sekretärin und Hausmeister: Der eine kriegt kaputte Dinge wieder heil und sammelt Mützen und Bälle, die andere telefoniert, klebt Pflaster und tröstet Kinder.

Der seit 17 Jahren kleinste in Münsingen eingeschulte Jahrgang kann sich also auf ein Team freuen, das die kleinen, neugierigen, fröhlichen, gespannten, erwartungsfrohen Köpfe und Herzen nicht allein lässt, versprach Uthe Scheckel Kindern und Eltern. Zeitgemäße und professionelle Leistung zu erbringen, erfüllt mit Leben und lebensnahen Themen weit über den Pflichtbereich des Bildungsplanes hinaus, sei der Anspruch der Schule, wusste die Rektorin und lud die Eltern ein, den Weg gemeinsam und aktiv mitzugehen. Mit der Bitte, das Freizeitverhalten der Kinder weiterhin zu betrachten und darauf zu schauen, dass das kleine Gehirn nicht mit zu viel Konsum von digitalen Geräten zugemüllt werde, gab die Schulleiterin die Bühne frei für das phantastisch verhexte Mini-Musical, welches die Zweitklässler einstudiert hatten. Singen, tanzen, darstellen, solistischer Umgang mit dem Mikro - es war eine Vielzahl von Aktivitäten, welche die Schüler mit Freude und Selbstvertrauen auf die Bretter brachten und die mit viel Applaus und strahlenden Erstklässleraugen belohnt wurden.

Ebenso unterhaltsam war der Auftritt der Melodika -Hüpfer in Kooperation mit Rudi Braun und dem Akkordeon-Orchester Münsinger Alb, welcher einen Zweig der vielfältigen Schulangebote vorstellte. Nach einem Grußwort des Elternbeiratsvorsitzenden Holger Lier war es dann endlich soweit: Voller Stolz zogen die ABC-Schützen zur ersten Stunde von dannen. Für die Elternschaft gab es in der Wartezeit weitere Informationen der Schulleitung, und auch der Förderverein präsentierte sich und seine Arbeit am Infostand. Zudem hielt der für die Bewirtung zuständige Elternbeirat Getränke und Vespermöglichkeiten bereit, mit denen sich die Wartezeit beim gemütlichen Austausch gut verbringen ließ.