Hohenstein Familiengeschichte bis ins Jahr 1388

Hohenstein / Von Reiner Frenz 11.09.2018

Die Familie Reusch ist in der Region alt verwurzelt und weit verbreitet. Vor allem im Ermstal und dort insbesondere in Neuhausen sind die Reuschens beheimatet, aber auch auf der Alb in Würtingen etwa oder in Bernloch. Es ist dem Hauptlehrer Johannes Reusch zu verdanken, der Mitte der 1920-er Jahre begonnen hatte, Informationen über seine Vorfahren und die Träger des Namens Reusch zu recherchieren, dass es ein umfangreiches Familienarchiv gibt.

Dieses wurde über Jahrzehnte in der Uracher Eichendorffstraße, wo seine Geschichte auch begann, von Lydia Reusch geführt, die es seit 2011 nach und nach an Sebastian Groß, Jahrgang 1985,  übergeben hat. Mit ihrem Tod im Alter von fast 98 Jahren im Januar diesen Jahres hat der Übergang des Familienarchivs seinen Abschluss gefunden, wie Groß im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet. Es ist jetzt noch in Meidelstetten beheimatet, wird nach dem im nächsten Jahr anstehenden Umzug von Groß und seiner Familie in Bernloch zu finden sein. Groß kümmert sich jetzt um die Unterlagen, Aufzeichnungen, Bücher, Fotos und Briefe, sowie die familienkundlichen Anfragen. Der Kulturwissenschaftler und Reusch-Enkel betreute das Archiv von 2011 gemeinsam und seit 2013 kommissarisch für seine Großtante.

Lydia Reusch hatte das Archiv 1961 gemeinsam mit ihrer Schwester Esther Heege vom verstorbenen Vater übernommen, dem aus Würtingen stammenden Uracher Hauptlehrer Johannes Reusch. Dieser hatte als Ergebnis seiner familiären Recherchen 1933 sein Buch „Die Familie Reusch“ im Metzinger Franz-Verlag veröffentlicht. Alle Namensträger konnte er auf den um 1400 in Eningen unter der Achalm lebenden Diepolt Reusch und seine Söhne zurückführen. Dieser hatte 1388 dem Hause Württemberg Treue schwören müssen, was in einem Dokument festgehalten wurde.

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