Es ist eine Idee, die hervorragend ins Konzept der Schillerschule passt. Das Thema „Nachhaltige Entwicklung“ wird hier ernst genommen. Erst im Mai wurde eine große Weltverändererwoche veranstaltet, bei der Zukunftsfragen eine zentrale Rolle spielten. Und bei der die Schule selbst im Fokus stand: Was wurde schon erreicht, was kann noch verbessert werden?

Für den Förderverein, er hat derzeit rund 50 Mitglieder,  ein Anstoß, aktiv zu werden. Die Vorsitzende Bettina Last und ihre Stellvertreterin Gaby Daigel haben ihre „Hausaufgaben“ gemacht und stellen nun eine Veranstaltung auf die Beine, die Schule machen kann – geplant ist ein Warentauschtag.

Handy-Material wertvoll

Das Konzept ist einfach. Jeder bringt Gegenstände, die er nicht mehr benötigt, aber die noch in Ordnung sind, am Donnerstag, 20. Oktober, in der Zeit von 10 bis 15 Uhr  in die Zehntscheuer. Gesammelt werden Bücher, Geschirr, Elektrogeräte, Kinderwagen, Spielzeug, auch Autozubehör (Ausnahme Batterien). Handys können abgegeben werden, intakte und solche, die  die nicht mehr zu gebrauchen sind, aber wegen den enthaltenen Materialien trotzdem  einen Wert besitzen. In jedem Handy steckt eine Vielzahl an Metallen und seltene Erden wie zum Beispiel Gold, Tantal, Palladium, Silber, Kobalt und Kupfer.  Das Entwicklungspädagogische Informationszentrum (EPiZ) in Reutlingen wird sie an entsprechende Stellen für das Recycling weiterleiten. Auch Brillen sind gefragt. Hier ist der Münsinger Optikermeister Thomas Gut Abnehmer. Er führt Messungen durch, repariert sie und schickt sie dann an einem Verein, der sie an Bedürftige in aller Welt weitergibt.

Pin-Wand für Möbel

Es geht um Müllvermeidung. Ein Leitsatz der Schillerschule lautet: „Entwickle Bewusstsein für dich und dein Handeln und dessen Folgen für Mensch und Umwelt, sowie Bereitschaft zur Veränderung.“ Der Förderverein geht mit gutem Beispiel voran. Tauschen statt kaufen, das ist das Motto. Weil die Vhs in Zusammenarbeit mit dem Biosphärenzentrum bereits Klamottentauschpartys organisiert, wird Kleidung ausgenommen. Bei Möbeln gibt es ein Tansportproblem.  Aus diesem Grund wird eine Pin-Wand installiert, auf der das Bett oder der Kühlschrank  angeboten werden können. Grundsätzlich gilt: Es fließt kein Geld. Von 15 bis 17 Uhr wird die Tür dann für die Besucher geöffnet. Jeder kann mitnehmen, was er möchte. Geld kommt in die Vereinskasse  ausschließlich durch die Bewirtung. Sie wird von den Schülern übernommen. Spenden sind willkommen.

Bei weiteren Fragen gibt Gaby Daigel, ☎ 015222521370, gerne Auskunft.