Toller Erfolg: Die Schillerschule Münsingen wurde von der Robert-Bosch-Stiftung in den Kreis der Finalisten für den „Schulpreis 2019“ gewählt. Insgesamt haben es bundesweit nur 20 Schulen in die Schlussrunde geschafft. „Das ist echt irre“, freute sich Schulleiterin Nicole Breitling. „Wir haben uns beworben, weil wir in der Gemeinschaftsschule die Individualität und Vielfalt von Seiten der Schüler leben können“, sagte sie auf Anfrage gegenüber unserer Zeitung.

Mitte Oktober wurde die 16-seitige Bewerbung sowie mehrere Referenzschreiben abgeschickt. Mit der Teilnahme am „Schulpreis 2019“ verband die Schillerschule das Ziel, die Möglichkeiten für „optimales Leben und Lernen in der Vielfalt der Schulgemeinschaft der Schillerschule“ nach außen zu vermitteln. Es folgte am 9. November ein Bewerberforum in München, berichtete Breitling weiter. „Dann haben wir nichts mehr gehört und erst gestern vom Einzug ins Finale erfahren“.

Sechs Qualitätsbereiche werden in die Bewertung der Schulen einbezogen: „Leistung“, der „Umgang mit Vielfalt“, die „Unterrichtsqualität“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ sowie „Schule als lernende Institution“.

In den kommenden Wochen werden Jury-Teams die einzelnen Schulen besuchen und begutachten. Auf dem Programm stehen Gespräche mit der Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern sowie Einblicke in Unterrichtseinheiten und Projekte. Ende März werden bis zu 15 Schulen ausgewählt, die am Finale mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 5. Juni in Berlin teilnehmen. Der Gewinner des Hauptpreises erhält 100 000 Euro, fünf weitere Preisträger zusammen noch einmal mehr als 100 000 Euro und alle Schulen, die es nach Berlin geschafft haben einen Anerkennungspreis von jeweils 5000 Euro. Alle Schulen, die nicht zu den Preisträgern gehören, nehmen zwei Jahre lang am Schulentwicklungsprogramm des Deutschen Schulpreises teil, der eine individuelle Begleitung von Prozessen vorsieht sowie Seminare und Vernetzungsangebote. Seit zwölf Jahren vergeben die Robert-Bosch-Stiftung und die Heidehof Stiftung gemeinsam den Deutschen Schulpreis. Ziel ist es, die Qualität von Schule und Unterricht nachhaltig zu verbessern. Als Kooperationspartner beteiligt sind ARD und die ZEIT Verlagsgruppe. Gut 2000 Schulen haben schon teilgenommen.