Weihnachten Entscheidend ist, das Richtige zu tun

Durchs Dorf in die Kirche: Hirten-Gottesdienst an Heilig Abend in Dottingen.  Foto: Heike Feuchter
Durchs Dorf in die Kirche: Hirten-Gottesdienst an Heilig Abend in Dottingen. Foto: Heike Feuchter © Foto: Foto: Heike Feuchter
Feuchter 27.12.2016

Lebendig und familiengerecht zeigte sich in guter Tradition die Dottinger Hirtenkirche. Anspielteam, Band, Konfirmanden und Pfarrerin Barbara Wurz hatten einen Gottesdienst vorbereitet, der alle mit ins Boot nahm, der Wege und Begegnungen aufzeigte, Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe veranschaulichte und so einstimmte auf das Wunder der Heiligen Nacht.

Los ging es mit einer Krippenszene am offenen Scheunentor mitten im Ort, an dem Platz, an dem die letztjährige Hirtenkirche endete. Alle Jahre wieder gedenke man der Geburt Jesu, feiere dieses Ereignis – aber wo begegne einem Jesu eigentlich das Jahr über? fragte sich das Anspielteam und lud die Gottesdienstbesucher ein zu einer Zeitreise durch das vergangene Jahr. Diese führte auf verschiedenen Stationen durch den Ort, an denen die aufmerksamen Zuschauer alltäglichen Situationen begegneten, die sie auf die Anwesenheit von Jesu hinterfragen sollten: Die sich zankenden Jugendlichen, die sich durch schlichtende Worte versöhnten, der Bettler am Straßenrand, dem durch Gaben Anteilnahme und Nächstenliebe zuteil wurde, die kranke und einsame Nachbarin, die Freundlichkeit und Fürsorge durch die Nachbarn erfuhr.

Nach dem Gang durchs Jahr kam die Gemeinde im Kirchenraum zusammen, feierte Gottesdienst und zog Resümee. Alle Darsteller fanden sich dort ein, banden die Kinder mit ein, fragten nach dem Gesehenen auf dem Weg und konnten sich über die aufmerksamen kleinen Beobachter freuen. Auf der Ausschau nach Jesus im Alltag war ihnen bei den Szenen nichts entgangen, sie erkannten darin die Anwesenheit von Gottes Sohn im Jahreslauf. Und so kam das Anspiel zu der Feststellung: Immer wenn wir jemandem helfen, ist Jesus da, dann ist immer ein Stück Weihnachten.

Diese Botschaft nahm auch Barbara Wurz in ihrer Predigt auf: „Jesus hat gesagt, wenn ihr etwas Gutes tut ist es als würdet ihr mir etwas Gutes tun.“ Entscheidend sei es, das Richtige tun, mit Christus auf dem Weg zu sein und sich daran zu freuen dass er geboren wurde. Eingebettet in moderne und traditionelle Lieder nahm der Familiengottesdienst seinen weiteren Verlauf, bereichert durch stimmungsvolle Elemente wie die Weitergabe von Lichtern durch die Bankreihen – ein leuchtendes Symbol der Begegnung von Mensch zu Mensch. Mit einer innigen Botschaft beschloss die Geistliche den Abend: „Der Heilige Abend ist ein besonderer Abend- wir dürfen hier erleben, dass wir zusammengehören“.

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