Bernd Weckler, Chef der Schwäbischen Alb-Bahn, war bisher bei der Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG) am Münsinger Bahnhof Betriebsleiter sowohl für Infrastruktur als auch für Verkehr. „Eine inzwischen seltene Kombination“, sagt ENAG-Vorstand Carsten Strähle. Deshalb werden die Aufgaben getrennt. Für die Infrastruktur, „alles, was sich unter dem Rad der Züge befindet“, ist künftig unter anderem der ENAG-Eisenbahnbetriebsleiter zuständig. In Sachen Verkehr, „alles, was sich über der Schiene abspielt“, hat Weckler „weiter den Hut“ auf, so Strähle. Von diesen Veränderungen, werden die Bahnkunden nichts merken, versprechen Strähle und Weckler. Der braucht Zeit und Kraft jetzt dringend für andere Aufgaben, denn für die Eisenbahner stehen große Veränderungen an: „Auf die muss ich mich konzentrieren.“ Das Land will mit einem neuen Verkehrskonzept die Bahnstrecke erweitern. Bereits im Dezember soll die Bahnlinie Engstingen-Gammertingen reaktiviert, das Zugangebot auf der Gesamtstrecke so mehr als verdoppelt werden. Wie viele Züge das Land dafür bei der SAB auf die nächsten zehn Jahre bestellt – da laufen zurzeit die letzten Gespräche. Sind sich die Partner handelseinig, „kommen wir raus aus der Nische, hin zu einem Verkehrsmittel“, betont Weckler. Neue Wagen müssen angeschafft, Personal eingestellt, Planungen abgestimmt werden. Um die 230 000 Zug-Kilometer im Jahr kommen dann auf der Albstrecke zusammen. Eine Herausforderung, der sich Weckler als Geschäftsführer voll widmen möchte. Und so sieht er den Abschied von der Tätigkeit als Infrastruktur-Betriebsleiter auch als Signal an Stuttgart, dass er sich voll und ganz für die neue Konzeption einsetzt.