Eine Voraussetzung für die verstärkte Nutzung von Elektroautos ist ein zuverlässiges, engmaschiges Netz von Ladestationen. Derzeit gibt es im Landkreis Reutlingen 58 öffentliche „Stromtankstellen“, 22 davon finden sich auf der Albhochfläche, wie der Reutlinger Landrat Thomas Reumann am Mittwochvormittag bei der offiziellen Inbetriebnahme einer „AC-Ladesäule“ (Wechselstrom) am Engstinger Rathaus in Erinnerung rief. Sie gehört zu einem Paket von sieben neuen Ladesäulen, die von den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken (OEW) derzeit im Kreis installiert werden. Als weitere neue Standorte, die im Vorfeld zusammen mit der Klimaschutzagentur ausgewählt wurden, kommen Urach, Pfullingen, St. Johann, Sonnenbühl, Münsingen und Walddorfhäslach hinzu, erläuterte der Landrat. Unterm Strich werden durch die OEW im Verbandsgebiet, zu dem neun Landkreise im südöstlichen Baden-Württemberg gehören, insgesamt 54 neue Ladesäulen installiert. „Wir haben uns vor zwei Jahren für dieses Projekt entschieden“, sagte Geschäftsführerin Barbara Endriss, „um dazu beizutragen, dass in einem Radius von 50 Kilometern mindestens eine Ladesäule zur Verfügung steht“.  Das Unternehmen wolle damit einen Mehrwert im ländlichen Raum schaffen. Insgesamt investieren die OEW 700 000 Euro, 40 Prozent der Ausgaben stammen aus einem Zuschuss des Bundes. „Damit treten die OEW erstmals nach 80 Jahren wieder operativ öffentlich in Erscheinung“, so Endriss weiter.

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