Münsingen Einblick in Produktion

EB 15.02.2012
Die Senioren des Münsinger Albvereins besichtigten kürzlich die Firma Knupfer in Eglingen. Dabei boten sich viele interessante Eindrücke.

Ganz familiär ging es bei der Betriebsbesichtigung der Alb-Vereins-Senioren bei der Firma Knupfer in Eglingen zu. Fast die ganze Familie Knupfer und damit die komplette Betriebsleitung hatte sich Zeit genommen, um den Gästen den Betrieb und alle Betriebsabläufe zu zeigen. Bereitwillig gaben sie Auskunft und Antwort auf alle gestellten Fragen.

Die Firma wurde vor 50 Jahren gegründet und hat sich aus einer kleinen handwerklichen Flaschnerei zur heutigen Betriebsgröße entwickelt. Die Belegschaft beträgt derzeit 52 Personen. Viele davon haben im Betrieb schon ihre Ausbildung, zum Beispiel zum Facharbeiter "Metallbau Fachrichtung Konstruktionstechnik" erhalten, und noch heute kann mancher Mitarbeiter darauf verweisen, dass auch schon sein Vater im Betrieb gearbeitet hat oder noch arbeitet.

Um die 100 Kunden der Maschinenbauindustrie aus der näheren und weiteren Umgebung zählt die Firma zu den Auftraggebern und Abnehmern ihrer Produkte. 2500 Tonnen Material werden jährlich verarbeitet. Dabei gelten Stahlplatten von 0,1 bis 25 Millimeter alle als "Blech". Es kommen alle Materialien bis hin zum Edelstahl zur Verarbeitung. Letzterer wird hauptsächlich für die Produkte der Tochter-Firma ART, die sich am selben Standort befindet, verwendet. Dort werden hauptsächlich Geräte für die Medizintechnik in Laboreinrichtungen von Forschungsinstituten hergestellt.

Mit modernsten Laserstrahl-Schneidern werden aus den Blechplatten automatisch gesteuert die jeweils für die zu fertigenden Sondermaschinen erforderlichen Teile herausgeschnitten. Was nicht gelasert werden kann, wird mit Wasserstrahl-Druckschneidern bei einem unvorstellbaren Druck von bis zu 4000 bar herausgeschnitten. Die Einzelteile werden danach gebohrt, gekanntet, gebogen und verschweißt. In der Schweißerei wird sowohl manuell, als auch mit einem Schweißroboter gearbeitet. Diese Abteilung wird demnächst in eine ganz neu erstellte Halle umziehen.

Auch hier konnten die Besucher einen Eindruck erhalten, wie in dieser künftig nach neuesten arbeitsökonomischen Bedingungen gearbeitet wird. Am Ende konnte noch ein Blick auf die riesige Heizanlage, die mit Holzhackschnitzel aus dem eigenen Wald betrieben wird, geworfen werden.