Vier Tage lang, vom 9. bis zum 12. Mai, wird der BDKJ mit zehn Ehrenamtlichen Station an der Schillerschule machen und unter dem Motto „Weltverändererwoche“ zahlreiche Workshops zur nachhaltigen Bildung anbieten. Diese sind dabei nicht nur für die Schüler gedacht: An den Nachmittagen steht das Angebot des BDKJ auch für alle anderen Interessierten offen – von den Schülern anderer weiterführenden Schulen bis hin zu erwachsenen Gästen.

„Generell geht es um das Thema fair sein“, erläutert Dominik Nawratil, Bildungsreferent der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Fairness innerhalb der Klassengemeinschaft, aber auch im Bereich der Nachhaltigkeit und des Naturschutzes sowie bei wirtschaftlichen Zusammenhängen. Am Ende der Workshops sollen die Jugendlichen dann Luftballons starten, auf denen sie ihre Wünsche und Ideen für eine fairere Welt aufschreiben und davontragen lassen – natürlich mit dem Wunsch, dass die Finder der Ballons eigene Vorschläge zurückschicken. Bewusstsein schaffen für eine nachhaltige Welt – nicht nur vor Ort.

Die Ehrenamtlichen des BDKJ bauen dazu gleich vier große Zelte im Schulhof der Schillerschule auf: In zwei Zelten finden Workshops statt, welche die Schüler am Vormittag klassenweise besuchen. Hinzu kommt eine „Zeltoase“ mit Teppichen, Musik und Feuer – ein Ort zum Entspannen, Ausruhen und für den Religionsunterricht in der Projektwoche. Morgens findet in der „Zeltoase“ täglich eine Auftaktveranstaltung für alle Schüler statt, am Nachmittag steht das Zelt allen Interessierten als „Ruhepol“ offen.

Im vierten Zelt wird es ein „Faircafé“ geben – der Weltladen Münsingen bewirtet von der großen Pause an allen Projekttagen bis 18 Uhr mit fair gehandelten Produkten. „Versucherle für Groß und Klein“, sagt Nawratil. Der Erlös kommt komplett dem Weltladen zugute.

Für die Schillerschule, die als Projektschule „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ seit 2015 mit dem Reutlinger Entwicklungspädagogischen Informationszentrum EPIZ kooperiert, kommt die Weltverändererwoche genau richtig. Nachhaltigkeit ist als Leitsatz „Entwickle Bewusstsein für dich, dein Handeln und dessen Folgen für Mensch und Umwelt sowie Bereitschaft für Veränderung“ in das Konzept der Schillerschule eingeflossen, die Weltveränderwoche soll bei Schülern und Lehrern das Bewusstsein weiter schärfen. Die Schillerschule hat dafür weitere Kooperationspartner gefunden: Vom Biosphärengebiet über regionale Unternehmen bis hin zum Komitee zur Erhaltung der Kirche in Gruorn. Sie alle beteiligen sich am Nachmittagsprogramm vor Ort an der Schillerschule, laden die Schüler aber auch zu sich ein. Am Nachmittag sind zudem die Schüler der Realschule und des Gymnasiums in der Projektwoche mit dabei.

In den Workshops gehen die Jugendlichen etwa der Frage nach, wie eine faire Bank handeln dürfte, unter welchen Bedingungen die Eier für den Frühstückstisch entstehen oder wie es Kindern in anderen Teilen der Welt geht. Beim „Upcycling“ entstehen aus alten Materialien Neues, der Tafelladen stellt sich vor und auch ein Moschee-Besuch ist geplant. Außerhalb der Workshops gibt es im Nachmittagsprogramm für interessierte Besucher unter anderem einen Schokoladen- und Kaffeeparcours. Der Weg zum Produkt soll dabei deutlich werden, erläutert Nawratil. „Jeder kann seine eigenen Kaffeebohnen rösten und brühen, oder seine eigene Schokolade herstellen“, so der Bildungsreferent weiter. Dabei soll natürlich auch der Unterschied zwischen fair gehandelten Waren und konventionellen Produkten deutlich werden.

Ein buntes Programm also, das bei möglichst vielen Menschen ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit schaffen will. Da passt es auch, dass sowohl der Schulförderverein als auch das Elterncafé das Faircafé des Weltladens besuchen werden. Am Donnerstag, 12. Mai, findet dann zum Abschluss ab 14.10 Uhr ein großes Schulfest statt.