"Die Büffel sind los" ist ein moderner Western, der auf der Schwäbischen Alb spielt. Eine Geschichte von großen Gefühlen, echten Kerlen, mutigen Frauen, einer uralten Familienfehde, Rache und Versöhnung. Ein Film mit Action, Humor und Dramatik, verrät Tomy Wigand, der Regie führt. Das Buch hat Autorin Carolin Hecht geschrieben. Die Dreharbeiten für den 90-minütigen Spielfilm begannen bereits Mitte September und enden am kommenden Sonntag. Die Kameras standen in den vergangenen Wochen unter anderem in und um Mehrstetten, in Münsingen in der Alb-Klinik und bei einem Traktorenhändler, in Meidelstetten bei den Büffeln, in Dottingen auf dem Segelfluggelände sowie auf Schloss Ehrenfels in Hayingen.

Mehr als 100 Komparsen und Kleindarsteller aus der Region hatten die Möglichkeit, Filmluft zu schnuppern. Außerdem lernten sie die Schauspieler Anna Unterberger, Marc Benjamin, Franziska Walser, Sebastian Fritz, Nora Böeckler und Klaus Pohl persönlich kennen.

Mit von der Partie waren auch Tobias van Dieken und Michael Kranz. Den beiden ist das Biosphärengebiet nicht unbekannt. Van Dieken spielte in der Serie "Fuchs und Gans", Kranz in dem Spielfilm "Rommel" mit. Beide Streifen wurden unter anderem in Römerstein und Bad Urach gedreht.

Zurück zu den Büffeln. Die vergangenen Tage wurden im seit Jahren geschlossenen Gestütsgasthof in Offenhausen gedreht. Nicht nur im Innern, sondern auch auf der Terrasse und rund um das Gestütsmuseum.

Rund 50 Komparsen nahmen an einer Geburtstagsfeier im Film teil, bei der die Musikkapelle aus Mehrstetten ein Ständchen spielte. "Es hat viel Spaß gemacht, außerdem war das Drumherum sehr interessant", sagten die beiden Vorstände Heinz Eberhardt und Marcel Schmauder. Spaß hat es auch dem 30-köpfigen Produktionsteam gemacht. Als die Musik aufspielte, tanzten Schauspieler Mario Irrek und der zweite Regieassistent Linus Herbig-Matten während einer Drehpause ausgelassen einen Walzer. Schade, dass diese witzige Szene nicht im Film zu sehen ist.

Sigrid Wagner aus Gomadingen, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine Komparsenrolle übernahm, war in Offenhausen ebenfalls mit von der Partie. Sie reiste mit ihrem Traktor an, der in "Die Büffel sind los" zu sehen ist.

Produktionsleiter Axel Unbescheid von der U5 Filmproduktion ist mit den Dreharbeiten sehr zufrieden. Auch wenn Anfangs etwas Skepsis in einigen Amtsstuben herrschte. Letztendlich waren aber alle Bürgermeisterämter und die anderen Beteiligten, bei denen die Filmcrew auftauchte, "freundlich und hilfsbereit".

Der 90-minütige Spielfilm wird für das ARD-Fernsehen produziert. Es ist geplant, ihn an einem Freitag im kommenden Sommer im "Ersten" auszustrahlen. Wann genau, das steht bislang noch nicht fest.