Kalt, richtig kalt ist es am Morgen des neunten Tages der Baltic Sea Rallye im finnischen Teil des Lapplandes, den die drei Schwabenstahl-Teams mit dem Buttenhausener Lars Rupp (wir berichteten) am Vortag vom Nordkap aus erreicht hatten. Minus 23 Grad zeigt das Thermometer an und via Whats App bekamen die sechs Schwaben mit, dass immer mehr Teams Startschwierigkeiten hatten. Bange Frage daher: Werden die Autos anspringen? Ohne Murren taten die drei Volvos, was von ihnen erwartet wurde.

Buttenhausen

Vom Übernachtungsort Saariselkä geht es ein paar Kilometer ins Hinterland, wo ein großer Spaß auf alle Rallye-Teilnehmer wartet, die Fahrt mit Schneemobilen. Team-Chronist Patrick Zwerger schreibt: „Das macht tierisch Laune, ist aber auch saukalt, denn bei 50 km/h und ohne Windschutz kommen einem die Minusgrade noch ein paar Ecken extremer vor. Vor allem dann, wenn einem die Atemluft das Helmvisier vereist und man deshalb die Hälfte der Strecke entweder im totalen Blindflug oder mit offenem Visier zurücklegen muss.“

Zöllner verstehen keinen Spaß

Anschließend geht es weiter Richtung russische Grenze. Zwischenzeitlich streikt bei einem der drei Volvos der Turbolader, funktioniert aber plötzlich wieder. An der russischen Grenzstation Lotta sind stapelweise Formulare auszufüllen. Einer der Zöllner entdeckt in einem der Volvos einen Gegenstand, der sich als Schlagstock herausstellt, der schon bei der Allgäu-Orient-Rallye an Bord war, als die Schwaben vor aggressiven, streunenden Hunden gewarnt worden waren. Waffenschmuggel nach Russland? Die Zöllner verstehen keinen Spaß, lassen sich auf keine Diskussionen ein. Erst nach vier Stunden können Patrick und sein Beifahrer Marcel weiter, per Mail sollen sie benachrichtigt werden, wie hoch die Strafe sein wird, die sie zu berappen haben.

Mehr lesen Sie in unseren ABO-Ausgaben.

Das könnte dich auch interessieren:

Hayingen

9511


Kilometer hat Patrick Zwerger in seinem V 70 Volvo zurückgelegt, und das in 16 Tagen, in denen es durch 10 Länder ging.