Zwiefalten Ein klares Ja zur Münsterschule

Der Gemeinderat sprach sich klar für den Erhalt der Zwiefalter Münsterschule aus
Der Gemeinderat sprach sich klar für den Erhalt der Zwiefalter Münsterschule aus © Foto: Reiner Frenz
Zwiefalten / Reiner Frenz 09.11.2018

Zwiefalten wird als Schulstandort für Real- und Grundschule erhalten bleiben. In den beiden kommenden Jahren wird mit der dringend nötigen Sanierung des Realschulgebäudes begonnen. Diesen Grundsatzbeschluss fällte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend, der viele Lehrerinnen und Lehrer der Schule beiwohnten, die dadurch ein klares Signal in Richtung Gremium sendeten.

Gespräche mit dem Schulamt

Seit Monaten ist die Schulsanierung ein zentrales Thema in den Ratssitzungen, geht es doch um viel Geld, letztlich aber eben auch um die Zukunft der Münsterschule. Man habe zuletzt auch Gespräche mit Schulamtsdirektor Roland Hocker geführt, berichtete Bürgermeister Matthias Henne im Gemeinderat. Dabei sei klar geworden, dass auf längere Sicht eine eineinhalbzügige Realschule und eine einzügige Grundschule zukunftsfähig seien. Henne verwies auf den aktuell großen Bedarf an Kindergartenplätzen, der sich später ja auf die Schule positiv auswirke. Man stehe in Konkurrenz zu den Realschulen in Riedlingen und Münsingen, wusste der Bürgermeister, wo man ebenfalls Geld in die Hand nehme, um die Schulen zukunftsfähig zu machen.

Die Ulmer Firma nps Bauprojektmanagement habe bekanntlich den baulichen Zustand untersucht, noch vor den Ferien die Ergebnisse präsentiert, wonach mit Kosten zwischen 4,5 Millionen bis 7 Millionen Euro (Neubau) zu rechnen sei. Dies habe zu „komplexen Diskussionen“ im Gemeinderat geführt, so Henne, an deren Ende man sich einig war, dass ein Neubau nicht kommen werde, man als finanzschwache kleine Gemeinde Kompromisse schließen müsse, zumal eine Reihe weiterer kostenintensiver Projekte anstehe, darunter der Friedhof, die Ortsdurchfahrt Sonderbuch und das neue Feuerwehrfahrzeug.

Einigkeit herrschte aber auch darüber, dass Zwiefalten Realschul-Stondort bleiben solle. Das entsprechende Signal solle jetzt mit dem Grundsatzbeschluss gesendet werden, dass ab nächstem Jahr in einem ersten Bauabschnitt mit der Sanierung begonnen werde. „Die Sanierung wird uns noch viele Jahre beschäftigen“, war sich Henne sicher. Diese müsse  nun klug organisiert und strukturiert werden mit Hilfe eines geeigneten Architektenbüros, das in der nächsten Sitzung ausgewählt werden soll. Henne erhofft sich Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock.

Schulleiterin Sabine Heißel freute sich, dass der Gemeinderat jetzt den Startschuss geben wolle: „Wir waren in den letzten Jahren genügsam“, fügte sie hinzu. In der Diskussion erinnerte Bruno Auchter daran, dass man die Schule immer wieder auf der Tagesordnung gehabt habe in den vergangenen Jahren. Immer wieder sei man von neuen Schulentwicklungsplänen und Forderungen eingeholt worden, wobei er hoffe, dass man vom Staat in Zukunft nicht im Regen stehen gelassen werde. Klaus Käppeler freute sich über das Signal, das gegeben werde, darüber, dass nicht nur in Teppichböden investiert werden solle. Er wünsche sich, dass die geplante Grundgesetzänderung den Kommunen Geld in die Kasse spülen werde. Maria Knab-Hänle erinnerte an die vielen, emotionalen Diskussionsrunden, die man wegen der Schule gehabt habe. Gemeinsame Blickrichtung sei aber immer gewesen, dass man die Schule erhalten wolle. Einstimmig wurde die Schulsanierung beschlossen. Henne nach dem Votum: „Machen wir uns auf den Weg, packen wir es an.“

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