Freizeit Ein echter Besuchermagnet am Münster

Zwiefalten / Von Maria Bloching 03.12.2018

Bürgermeister Matthias Henne sprach von einem „Selbstläufer“, bezog sich dabei aber wohl hauptsächlich auf die verlässlichen Scharen an Besuchern, die seit Jahren zum Weihnachtsmarkt rund um Münster und Rathaus strömen. Denn bei Vorbereitung, Organisation und Durchführung ist dieser ganz besondere Weihnachtsmarkt, der sich weit über die Region hinaus einen Namen gemacht hat, sicherlich kein Selbstläufer. Gemeinde, Privatpersonen und Standbetreiber legen sich stets mächtig ins Zeug, um eine schöne Atmosphäre zu schaffen. Sie ist es schließlich neben dem vielfältigen, bunten und niveauvollen Angebot, das die Besucher zu schätzen wissen. Auch bei diesem 24. Weihnachtsmarkt wurden sie von der zauberhaften Kulisse, von weihnachtlichen Düften und stimmungsvollen Klängen willkommen geheißen. An mehr als 60 Ständen bekamen sie Adventskränze und Holzengel, Nikoläuse und Sterngebilde, wärmenden Glühwein und zarte Waffeln, kuschelige Socken und glänzenden Schmuck, französischen Käse, Muscheln und Weine geboten. All dies lud zum Staunen, Bummeln, Kaufen und Genießen ein. Bereits am Morgen waren schon vor offiziellem Marktbeginn einige Besucher gekommen, um in aller Ruhe an den Ständen vorbei zu schlendern und einzukaufen. „Ein Ehepaar aus Tübingen war extra früh gekommen, um noch eine gute Auswahl zu haben. Sie gehören zu unseren treuen Kunden und decken sich mit selbst gemachten Bredla und selbst gestrickten Socken ein“, erzählte Karin Callies vom Frauenbund. Das Geschäft lief blendend, die Qualität der Waren hat sich herumgesprochen. Und sie wird von den jungen Frauen im Verein nach dem Generationswechsel weitergeführt. „Wir können uns auf unsere älteren Frauen verlassen. Eine 90-jährige Frau aus Upflamör hat uns mit einer ganzen Schachtel voll gestrickter Socken versorgt“. Fast hundert Paar konnten am Stand angeboten werden, darüber hinaus eingekochte Marmelade, Eingemachtes, Bredla, Apfel-Früchte-Brot und natürlich 20 geschmückte und 30 leere gebundene Adventskränze, die reißenden Absatz fanden. „Wir sind sehr zufrieden mit der Nachfrage“, war von Callies zu erfahren. Ein großer Teil des Erlöses spendet der Frauenbund an gemeinnützige Zwecke in der Region, wie etwa an ein Hospiz, an Kindergärten oder hilfsbedürftige Familien.

Auch der Trachtenverein Baach baut jedes Jahr seinen Stand zum Wohl der Gesellschaft auf. Zwei Tage lang wurden im Backhaus 280 Laib Brote und rund 100 Wähen gebacken, Frauen und Männer banden 40 Kränze und verpackten verschiedene Bredla-Sorten zu wunderschönen Päckchen. Ein Teil dessen, was übrig bleibt, kommt direkt Projekten in Baach zu.

Unter den Marktleuten konnten wie bereits seit vielen Jahren wieder die Freunde aus der französischen Partnerstadt La Tessoualle begrüßt werden. An ihren Ständen gab es viele Leckereien zu verkosten, wie etwa Muscheln und frische Austern, Weine, Käse und Würste. Mit im Gepäck hatten sie auch Mistelzweige, unter die man sich auch gerne für ein Küsschen stellen durfte.

So wurde dieser 24. Weihnachtsmarkt zum Ort der Begegnung: Man plauderte miteinander, trank in aller Gemütlichkeit zusammen einen Glühwein oder ein Schnäpschen und erfreute sich an den abwechslungsreichen, sehens- und hörenswerten Darbietungen, die an verschiedenen Standorten von Chören und Musikvereinen geboten wurden. Auch der Nikolaus schaute vorbei und zauberte für jedes Kind ein Geschenk aus seinem Sack.

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