Münsingen Duell der Götter beim Abiball

In Schale geworfen hatten sich für den Abiball am Freitagabend in der Alenberghalle die 53 frisch gebackenen Münsinger Abiturientinnen und Abiturienten.
In Schale geworfen hatten sich für den Abiball am Freitagabend in der Alenberghalle die 53 frisch gebackenen Münsinger Abiturientinnen und Abiturienten. © Foto: Sabine Zeller-Rauscher
szr 09.07.2018

Als 53 neugeschaffene Götterkehlen  auf die Melodie von John Denver-Klassiker „Country Roads“ „Wir haben es geschafft, mit letzter Kraft“, sangen, trieb’s doch so manchem Göttervater und mancher Göttermutter die Tränen in die Augen. „Abilymp“, so das diesjährige Abimotto des Göttergeschlechts, welches sich eigens zum Abiball in den unterschiedlichsten Erscheinungsbildern herausgeputzt hat.

Götterväter und Göttermütter durften in der Alenberghalle Zeuge sein, wie die neugeschaffenen Götter, die zwölf lange Jahre lang bemüht waren, göttliche Weisheit zu erlangen, in den Olymp aufstiegen. Göttlich auch das Unterhaltungsprogramm mit Spielen wie „Schlag den Riehle“ oder das „Duell der Götter“.

„Schlag den Riehle“

Möglicherweise göttliche Erinnerungsbilder entstanden bereits am Nachmittag im Stadtgefängnis. „Die perfekte Location“, waren sich viele einig, weshalb bei der Abschlussrede ein dickes Dankeschön an Nina Speidel für die Bereitstellung der Räumlichkeiten ging. Ein besonderer Dank ging unter anderem auch an Joanna Rost für die Gestaltung des diesjährigen Abi-Logos und all die anderen Götter die bei der Planung und dem Gelingen des Balls halfen.

Göttlicher Fluch lag die Woche zuvor jedoch auf dem Abischerz. Der fiel nämlich nicht wie im letzten Jahr „ins Wasser“, wonach er vorzeitig beendet wurde, sondern fand erst gar nicht statt. Passend zum Motto waren Abilympische Spiele geplant, bei welchen die Lehrer in zehn Disziplinen, wie Reifenweitwurf, Bürostuhlrennen oder im Schokokusswettessen gegen die Schüler antreten sollten. Von den jungen Göttern war zu erfahren, dass der Abischerz seitens der Schulleitung unter Androhung der Polizei untersagt wurde. Matthias Fuchs, der stellvertretende Schulleiter, der damit von seinem Hausrecht Gebrauch gemacht hätte, gab als Grund den ungünstigen Termin, an dem Klassenarbeiten geplant gewesen waren, an. Weiter hätte sich die Schulleitung eine Absprache im Vorfeld gewünscht.

„Ein Abischerz soll eine nette Überraschung sein, und die wäre durch eine genaue Planungsvorlage und Vorbesprechung mit der Schulleitung schlichtweg weg gewesen“, brachte es eine Abiturientin sicherlich im Sinne des größten Teils ihrer göttlichen Jahrgangsstufe auf den Punkt. Weder Kathrin Lehbrink die Schulleiterin noch Matthias Fuchs konnten beim Abiball zur Situation befragt werden. Beide waren bei der finalen Feierlichkeit nicht anwesend.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel