Dottingen Drei Gipfel und die Eisriesenwelt

Die Dottinger Albvereinler und Gäste bei der Wanderreise in der Steiermark. Foto: Privat
Die Dottinger Albvereinler und Gäste bei der Wanderreise in der Steiermark. Foto: Privat
GN 21.06.2014
Der Albverein Dottingen startete am frühen Pfingstmontag mit insgesamt 40 Wanderfreunden zu einer außergewöhnlichen Bergwanderwoche in die Steiermark. Drei Gipfel standen auf dem Tourenprogramm.

In Dachau wurde zunächst die KZ-Gedenkstätte besichtigt, ehe man bei brütender Hitze über Chiemgau, Salzburg, Tauernautobahn, Lungau und Murtal das Tagesziel im Reisebus ansteuerte.

Stadl an der Mur mit dem Hauptfluss der Steiermark, sollte der Ausgangspunkt für vier Tage Bergwandern sein. Die geographische Lage im Dreiländereck gab den Organisatoren Elisabeth und Rüdiger Schick die außergewöhnliche Chance, über relativ kurze Anfahrten Ziele in gleich drei verschiedenen Bundesländern auszusuchen. So wurden der Schoberriegel in Kärnten mit 2208 Meter von der Turracher Höhe aus, die Preberspitze im Salzburger Land mit 2741 Meter vom Naturschutzgebiet Prebersee aus und die Frauenalpe in der Steiermark mit 1997 Meter von Murau aus schweißtreibend erreicht, wie es im Bericht heißt. Für diejenigen, die nicht bis zu 1200 Höhenmeter am Tag bewältigen wollten, standen jeweils alternative Wanderungen im Zielgebiet zur Auswahl.

Um die Tscheppaschlucht bei Ferlach in Unterkärnten in Richtung Loiblpass und Slowenien hochzuwandern bedurfte es allerdings einer zweistündigen Anfahrt. Doch die Teilnehmer wurden dort zum Ausgleich mit wunderschönen Wasserfällen und einer interessanten Pflanzenwelt am Wegesrand belohnt. Anschließend bot ein Besuch des erst vor einem Jahr erneuerten Pyramidenkogels die Möglichkeit, dessen einzigartige Baukonstruktion zu bestaunen und von oben den unvergesslichen Blick auf den an diesem Tag wunderschön grünlichen Wörthersee und dessen Umgebung zu genießen.

Nachdem die Dottinger und ihre auswärtigen Gäste am Montag bereits kurz nach ihrer Ankunft in Stadl von einem Hagelschauer begrüßt wurden, hielt es der Himmel keinen Tag ohne Regen aus, konnte es aber jeweils noch abwarten bis wenigstens wieder alle im Bus saßen.

Abends stärkten sich die Albvereinler bei gutem Essen, unternahmen Spaziergänge, besuchten die Disco im eigenen Haus und es gab einen volkstümlichen Abend. Der einheimische Musiker mit der steirischen Harmonica und selbst gebauten Musikinstrumenten wie der Teufelsgeige zum Mitspielen durften nicht fehlen.

In Verbindung mit der Heimreise am Samstag besuchten 40 zufriedene Wandersleute die Eisriesenwelt bei Werfen. Den Anstieg bis 1640 Meter am Eingang einer riesigen Eishöhle hoch droben in den Felsen des Tennengebirges teilten sich der Bus, die Seilbahn und die Wanderschuhe. In der Höhle selbst warteten 700 Treppenstufen hoch und 700 wieder hinunter auf die Besucher um den begehbaren ersten von 42 Höhlenkilometern zu besichtigen.

Eine Einkehr in Dasing rundete den Reisetag ab. Als sich die Teilnehmer gegen 20 Uhr verabschiedeten, waren sich alle über das Lob für die schöne Wanderreise mit perfekter Organisation einig.