Münsingen Doppelehrung für "Kilometerkönig" Nikolaus Filippi

Nikolaus Filippi wurde als "witzigster Laufvogel" und "Kilometerkönig" ausgezeichnet.
Nikolaus Filippi wurde als "witzigster Laufvogel" und "Kilometerkönig" ausgezeichnet. © Foto: Sabine Zeller-Rauscher
Münsingen / SZR 04.02.2016
Der Name Filippi steht bei den TSG-Läufern für Wettkampftreue, Laufverrücktheit und ganz viel Witz. Gründe, die jetzt zum Doppelehrentitel "witzigster Laufvogel" und "Kilometerkönig" verhalfen.

30 Wettkämpfe auf einer Gesamtdistanz von 300 Kilometer und 975 Meter sind nicht ohne. Für Nikolaus Filippi, der seit 2008 als wahre Bereicherung für die TSG-Läufer gilt, ein wahrer Genuss. Laufen bedeutet für Filippi einfach Leben. So scheute er auch in 2015 keine Mühe, mal geschwind in die Slowakei zu jetten, um in Medzinarodny auf die Schnelle einen Marathon herunter zu spulen. Zeit: 3:25,37. Spannend für die laufverrückte Frohnatur auch der Berglauf in Polen oder der Wings for Life in Darmstadt, wo er nach 36 680 Metern vom Catcher-Car eingeholt wurde.

Der Titel des Kilometerkönigs, der beim TSG-Lauftreff Lauffieber seit drei Jahren im Rahmen der Neujahrswanderung vergeben wird, war ihm heuer zum dritten Mal in Folge gewiss. Und weil Filippi eben kein Läufer wie jeder andere ist, sondern irgendwie ein ganz "besonderer Vogel", erntete er dieses Jahr im Anschluss an die Neujahrswanderung beim gemütlichen Beisammensein im Hirsch im Grünen noch den Ehrentitel "witzigster Laufvogel 2015". Nicht nur in warmen Worten verpackt, sondern direkt aufs gekrönte Haupt, in Form einer witzigen, mit der Kilometerkönigkrone geschmückten Vogelmütze. Als Medaillenkönigin ging heuer Magdalena Class hervor, schaffte es die 17-Jährige doch, in zwölf Läufen achtmal den ersten Platz, sprich die Goldmedaille zu holen.

Der Schützling von Trainer Helmut Werz wurde aufgrund von Terminüberschneidungen in Abwesenheit geehrt, wird aber beim nächsten Training ihr verdientes "Medaillen-Königinnendiadem" aufs Haupt bekommen.

Ein Blick auf die Laufstatistik 2015, die von Hartmut Rauscher, dem Laufstatistiker des Vereins seit Jahren erstellt wird, zeigte deutlich auf, dass bei den TSG-Läufern in 2015 im wahrsten Sinne des Wortes einiges gelaufen ist. 48 Läufer vom Kindergartenkind bis zum "Laufopa" Josef Geiger liefen bei insgesamt 62 verschiedenen Laufveranstaltungen 1960 Kilometer und 247 Meter: Viele Wettkämpfe und Laufkilometer, von welchen so mancher, für den jeweiligen Läufer sicherlich unvergessen bleibt.

Unvergesslich dürfte für Alexander Graunke und Jörg Krehl, die gigantische Stimmung beim Berlin-Marathon bleiben, bei welchem die beiden nach 3:11:22 und 3:16:51 Stunden finishten.

Als Pechvogel des Jahres ging Silvan Rauscher in die TSG-Laufstatistik 2015 ein. Hochmotiviert hatte der 17-Jährige im Sommer die Deutschen Meisterschaften (2000 Meter Hindernis) im Visier. Medaillenchancen waren als Drittplatzierter auf der deutschen Bestenliste durchaus realistisch. Exakt drei Wochen vor den Meisterschaften dann das gnadenlose "aus der Traum". Chirurgen setzten beim Schützling von Helmut Werz das Skalpell an, um ihn von seinem entzündeten Blinddarm zu befreien. An eine gute Platzierung war schlagartig nicht mehr zu denken.

Am Ende jedoch reichte es Rauscher dennoch auf einen 5. Platz in der Deutschen Bestenliste über 2000 Meter Hindernis. Im TSG-Medaillenspiegel 2015 schaffte es Rauscher mit sieben Mal Gold auf Platz 2 vor Fabienne Endler, die sich sechsmal Gold sicherte.

Im Ranking des Kilometerkönigs 2015 folgten hinter Filippi Alexander Graunke mit 2015 Kilometern und 765 Metern sowie Jörg Krehl, der sich den dritten Platz mit gut 195 Wettkampfkilometern sicherte.

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