Kohlstetten Die Idee von der Kohlstetter Hülen-Bienenblütenschokolade

Ute Hohmann und Bettina Samulski, die Initiatoren des Projekts.
Ute Hohmann und Bettina Samulski, die Initiatoren des Projekts. © Foto: Sabine Zeller-Rauscher
Kohlstetten / Sabine Zeller-Rauscher 04.07.2018

Was August Heinrich Hoffmann von Fallersleben in seinem Kinderliedklassiker einst beschreibt, „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“, kann man seit Mitte Juni in Kohlstetten beim Bienenlehrpfand an der alten Hüle mit Aug und Ohr erleben.

Bettina Samulski und Ute Hohmann, die jetzt durch den Pfad führten, verfallen immer wieder in echte Schwärmereien, wenn ihr Blick über das derzeit überwiegend weiße Blütenmeer schweift – Summen von Blüte zu Blüte. Spätestens beim Anblick der fliegenden Schönheiten wird jedem bewusst, warum man von fleißigen Bienen spricht.

Nach Insektensterben, das derzeit in den Medien für Schlagzeilen sorgt, sieht das ganz und gar nicht aus. Würden sich mehr ein Beispiel an den Kohlstettern, die zum Team „Laden und mehr“ gehören, nehmen, könnten die Negativschlagzeilen unter Garantie deutlich minimiert werden. Den Bienen und all den anderen Insekten bietet sich an dem idyllischen Plätzchen, das zudem eine große Linde schmückt, derzeit ein gedeckter Tisch. Klar, dass bei solch optimalen Bedingungen auch das Insektenhotel, in dem die Insekten Luxussuiten aus Schneckenhäuser, Schilf, Holz und  Dachziegel vorfinden, komplett ausgebucht ist.

Interessant sind die Infotafeln, die für die Thematik Bienen und Wildbienen sensibilisieren. Was konkret auf den Tafeln steht, wird an dieser Stelle nicht verraten. Vielmehr sind viele Besucher eingeladen, sich die Infos, die kurz aber dennoch interessant gehalten sind, selbst zu lesen.

Aus der Taufe wurde das Projekt, das einen enormen Nachhaltigkeitscharakter aufweist, bereits 2015 gehoben. Als Bauplatz für den Kohlstetter Homo sapiens wäre das Grundstück aufgrund des Untergrundes nie infrage gekommen. „Gut so“, denken sich aktuell sicherlich all die Insekten, die sich auf dem Platz, der einst zwar kein Schandfleck, aber auch kein Schmuckstück war, wohlfühlen.

„Mitgewirkt hat der halbe Ort – Kindergartenkinder, Gemeinderat, Handwerker, Imker und Ehrenamtliche aus sämtlichen Generationen“, wissen Bettina Samulski und Ute Hohmann, die noch viele Ideen rund um den Pfad haben. Wenn die Blüten auf die Bienen so anziehend wirken, könnte das ja auch beim Menschen funktionieren. „Vermischt mit leckerer Lautertalschokolade, könnte eine Kohlstetter-Hülen-Bienenblütenschokolade entstehen“. Eine der vielen Ideen, die noch nach zuckersüßer Zukunftsmusik klingen.

In trockenen Tüchern jedoch, ist die weitere Pflege des Pfades, der von der Gemeinde, die von Anfang zum Projekt positiv gestanden ist, übernommen wird. Dabei spielt auch Christoph Stelzer, der die Blumenmischungen aussucht, eine große Rolle. Schmackhaft soll die Blumenwiese nämlich vor allem für die Wildbienen sein. Futter für die Honigbienen gibt es im alten Imkerdorf Kohlstetten, das aktuell rund zehn Imker zählt.

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