Lang lang ist´s her: Bereits in der Sitzung des Gemeinderats am 15. Oktober 2018 wurden auf Basis der damals vorliegenden Entwurfsplanung die Generalsanierung der Grundschule in Heroldstatt sowie die Erstellung eines Brandschutzgutachtens beschlossen. Etwas konkreter wurde dann alles bei der Schulbeiratssitzung, die am 4. Februar vergangenen Jahres tagte: unter anderem sollten innenliegende Toiletten realisiert, ein Medienentwicklungsplan miteinbezogen und der Zugang zum Schulgebäude barrierefrei werden. Ende Mai 2019 wurde dann das Architekturbüro Ott aus Laichingen mit der Erstellung eines alternativen Entwurfes unter Berücksichtigung der Neuerungen beauftragt.

Synergien nutzen

Bei der jüngsten Sitzung der Räte präsentierte Diplom-Ingenieur- Matthias Ott den modifizierten Entwurf. Vorgestellt wurden viele sichtbare Neuerungen wie etwa die umgestalteten Toiletten, die künftig sowohl während der Unterrichtszeiten als auch bei der Betreuung von Kindern, Lehrern und Besuchern benutzt werden können. Der Flur, an dem die sanitären Anlagen angesiedelt sind, wird künftig als Verbindung der beiden Bereiche fungieren und zudem einen Ausgang zum Innenhof, dem Drachenplatz, bekommen. „Die Fenster werden größer und ein neuer Boden wird gelegt“, so wird der Gang gemütlich und kann als Aufenthaltsort von den Schülern genutzt werden“, erläuterte Ott. Des Weiteren sollen die Klassenzimmer auf die Digitalisierung vorbereitet werden: Geplant sind beispielsweise Vorrichtungen für Beamer und Mediensäulen in den Klassenzimmern, in welchen später die WLAN-Verkabelungen Platz finden. Im Betreuungsbereich sollen nahe der Cateringküche ein Essensbereich und  ebenso eine Zufahrt zur Anlieferung der Mahlzeiten berücksichtigt werden. Die vorhandene Lehrküche soll weiterhin bestehen bleiben – ob und wie man die vorhandenen Möbel und Geräte weiterhin nutzen könne, wolle man prüfen.

Einstimmig beschlossen die Räte obendrein, die Fassade und auch den Innenanstrich erneuern zu lassen. „Die Kosten wären maximal aufgeschoben und nicht aufgehoben, wenn wir diese dringend notwendigen Renovierungsmaßnahmen nicht in Angriff nehmen würden“, erläuterte Bürgermeister Michael Weber die Sachlage. Für die Streicharbeiten und das dafür benötigte Gerüst fallen Kosten in Höhe von rund 131 000 Euro an.

(Fast) unsichtbare Helferlein

Aber auch weniger auffällige Änderungen sind in den Plan eingearbeitet. So soll etwa eine Dachbodendämmung energetische Verbesserungen nach sich ziehen

In Sachen Brandschutz werden mehrere Brandschutztüren für kürzere Fluchtwege sorgen und eine vernetzte Alarmanlage mit zusätzlichen Handdruckknopfmeldern sowie eine  Rauch- und Wärmeabzugsanlage sollen eine schnelle Räumung im Akutfall sicherstellen. Darüber hinaus wird die Blitzschutzanlage auf Vordermann gebracht und eine Sicherheitsbeleuchtung sowie Beschilderungen und Piktogramme sollen eine bessere Orientierung garantieren.

Ein Millionen-schweres Projekt

Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf 1,94 Millionen Euro. Davon wurden eine Million im Haushaltsplan 2017 und 200 000 Euro im Haushaltsplan 2018 bereitgestellt. 2019 wurde das Budget um weitere 100 000 Euro erhöht. Als Investitionshilfe aus dem Ausgleichsstock wurden der Gemeinde aus dem Antragsverfahren 2017 Mittel in Höhe von 200 000 Euro bewilligt. Ferner wurde ein Zuschuss aus dem Förderprogramm des Bundes zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen zur Verbesserung der Schulinfrastruktur in Höhe von 395 000 Euro bewilligt.

Fertigstellung im Sommer 2022

Dennoch gibt es einen kleinen Wermutstropfen: Heuer wird kein Baubeginn mehr stattfinden. Bis die Baugenehmigung eintrudelt, werden zwei weitere Monate verstreichen, dann werden die Ausschreibungen auf den Weg gebracht. Damit der Unterricht reibungslos stattfinden kann, sollen die ersten Außenarbeiten im Frühjahr 2021 durchgeführt werden, die Hauptarbeiten dann in den Sommerferien. Die Bauzeit wird auf ein Jahr geschätzt.