DIE EX-MITARBEITER

FF 21.01.2013

Viele suchen noch

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Ehingen/Ulm - Einige der ehemaligen Schlecker-Beschäftigten stehen wieder in Lohn und Brot, andere suchen weiterhin. Von den etwa 100 Betroffenen der ersten Kündigungswelle von Januar bis Juni, die aus dem Gebiet der Arbeitsagentur Ulm stammen, seien momentan 67 Prozent nicht mehr arbeitslos gemeldet, berichtet Hubert Keckeisen von der Pressestelle der Ulmer Agentur für Arbeit. Anders sieht es mit den Menschen der "zweiten Welle" im Juni aus: Nur 40 Prozent der 310 damals Gekündigten seien nicht mehr arbeitslos. Bei ihnen handelte es sich eher um ältere Arbeitnehmer. Entweder haben sie eine neue Arbeitsstelle oder sich in Altersteilzeit begeben. Ein großer Teil, 120 Personen, hat jedoch auch eine Qualifizierungsmaßnahme begonnen. Aus Sicht der Gewerkschaft ist die Situation "ernüchternd", wie Bernhard Franke von Verdi in Stuttgart sagt. Denn zu großen Teilen hätten die ehemaligen Schlecker-Leute nur befristete Arbeitsverhältnisse bekommen, Teilzeitjobs zu schlechteren Konditionen. "Das ist für viele eine schwierige Situation", sagt er. Etwa 50 Prozent der Schlecker-Beschäftigten seien noch nicht weitervermittelt.