Münsingen Der neue KTW ist einsatzbereit

Unser Bild zeigt (v.l.) Kreisgeschäftsführer Michael Tiefensee, Bereitschaftsleiter Johannes Bartl, der Ortsverbandsvorsitzende Gernot Weber und Andreas Glück.
Unser Bild zeigt (v.l.) Kreisgeschäftsführer Michael Tiefensee, Bereitschaftsleiter Johannes Bartl, der Ortsverbandsvorsitzende Gernot Weber und Andreas Glück. © Foto: Sabine Zeller-Rauscher
Münsingen / Sabine Zeller-Rauscher 22.07.2018

Der ALB BOTE titelte am 8. Mai 1995 „Ein denkwürdiger Tag für den DRK-Ortsverein“, als der damals neu beschaffte Krankentransportwagen, kurz KTW, durch den damaligen Vorsitzenden Wilhelm Reiber an die Bereitschaftsleitung übergeben wurde. 23 Jahre später stand jetzt Gernot Weber, der derzeitige Vorsitzende des Ortsvereins in gleicher Funktion vor den Vereinsräumlichkeiten, um den neuen, 83 345 Euro teuren Krankentransportwagen an Johannes Bartl von der Bereitschaftsleitung zu übergeben.

Auch für Weber war es ein denkwürdiger Tag, der aufzeigte, dass viele Menschen und Institutionen hinter dem Projekt „neuer KTW“ standen. Er versäumte deshalb nicht, seinen Dank an die Spender auszusprechen. Unter anderem den drei Kommunen Münsingen, Gomadingen und Mehrstetten, in denen das Fahrzeug überwiegend zum Einsatz kommen wird. Weiter den vielen Privatpersonen und Firmen, die mit teils großen Geldbeträgen zur schnellen Finanzierung beigetragen hätten. Unter dem Motto „Geld macht nur den glücklich, der es als Mittel zu seinem Glück zu nutzen weiß“, lud Weber die Gäste zum Feiern ein.

„So schlecht sieht der alte KTW doch noch gar nicht aus“, mag vielleicht so manch einer mit Blick auf das gepflegte Fahrzeug denken. Weber betonte jedoch, dass sich die Anforderungen an eine bestmögliche Patientenversorgung ständig weiterentwickeln. Dies würde eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren im Gesundheitswesen erfordern, auch mit dem ehrenamtlich arbeitenden Ortsverein des DRK. Was sowohl für Material als auch für das Personal gelten würde. Viel gab es zu bedenken, bei der Bestellung des neuen Fahrzeuges. Ein eigens dafür aufgestelltes Fahrzeugbeschaffungsteam investierte unzählige Stunden, um ein möglichst perfektes Fahrzeug  zusammen zu basteln. Auch wenn die Lobeshymnen für das Fahrzeug richtig gut klangen, wünschte Weber seinen Gästen dennoch, dass sie niemals in eine Notlage kommen, in welcher sie in einem Krankenwagen behandelt werden müssen. Wenn doch, „dann können Sie sich sicher sein, dass wir unser Bestes tun“, so Weber vor dem Grußwort von Andreas Glück, der in Dreifachfunktion zur Feierlichkeit gekommen war.

Zum einen als Minister des Landes, als DRK-Kreisverbandsvorsitzender und als stellvertretender Bürgermeister. Glück lobte den sehr guten Zusammenhalt der Blaulichtfraktion. Feuerwehr, THW, Polizei und DLRG. Im großflächigen Landkreis sei es schwer, flächendeckend die Hilfsfrist einzuhalten. Hier in der Gegend wäre sie jedoch statistisch betrachtet deutlich besser, was unter anderem neben den hauptamtlichen Helfern auch den ehrenamtlichen Helfern vor Ort zu verdanken sei. „Für diese Arbeit können wir nicht genug danken“, so Glück.

Johannes Bartl führte die Anwesenden noch in die technischen Details des KTW, der mit 150 KW ordentlich was unter der Haube hat, ein. Unter anderem hätte sich das Beschaffungsteam für die Hochdachvariante entschlossen, um bei der Arbeit im Fahrzeug aufrecht zu stehen. An 65 bis 70 Sanitätsdiensten jährlich kommt der neue „Schatz“ des Ortsvereins künftig zum Einsatz. Eine ordentliche Hausnummer, die auch personell geschultert werden muss.

Sicherlich auch einer der Gründe dafür, warum Gernot Weber es in seinem Schlusswort nicht versäumte, die anwesenden Gäste zur aktiven Mitgliedschaft im DRK-Ortsverein Münsingen zu motivieren.

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