Heroldstatt Der Kapitän kommt an Bord

Bürgermeister Stellvertreter Rudolf Weberruß nahm dem neuen Heroldstatter Bürgermeister Michael Weber den Amtseid ab.
Bürgermeister Stellvertreter Rudolf Weberruß nahm dem neuen Heroldstatter Bürgermeister Michael Weber den Amtseid ab. © Foto: Jürgen Kühnemund
Heroldsatt / Jürgen Kühnemund 01.12.2018

Gut 180 Gäste, darunter viele Bürgermeisterkollegen aus der Umgebung, nahmen an der offiziellen Amtseinsetzung von Michael Weber als neuer Bürgermeister von Heroldstatt am Donnerstagabend in der Berghalle teil.

Vor der Verpflichtung erinnerte Bürgermeister Stellvertreter Rudolf Weberruß nochmals an den überwältigenden Wahlsieg am 30. September. Dieser große Vertrauensbeweis zeige, dass er als Person und mit seinem Programm die Heroldstatter Bürger überzeugt habe. Er habe klare Vorstellungen, was er erreichen möchte und wo er anpacken wolle. Er übernehme in Heroldstatt ein gut bestelltes Haus, nun gelte es die Zukunft zu meistern. Gemeinderat, Verwaltung und die Bürgerschaft stünden ihm auf jeden Fall zu Seite.

Unter großem Beifall der Zuhörer nahm Weberruß dem neuen Schultes dann den Amtseid ab. Die Bläsergruppe, unter Leitung von Reiner Manz, intonierte entsprechend.

Landrat Heiner Scheffold eröffnete sein Grußwort mit einem Hesse-Zitat: „In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Weber habe nun eine große Chance ein neues erfolgreiches Kapitel für Heroldstatt aufzuschlagen. „Ziehen Sie ihre eigenen Spuren, aber lassen Sie sich auch nicht beirren, wenn der Welpenschutz vorbei ist.“ Die Gemeinde Heroldstatt schreibe seit der Gebietsreform von 1973 eine Erfolgsgeschichte. Die Einwohnerzahlen steigen, die Infrastruktur sei mustergültig, der verkehrsmäßige Anschluss bestens, „und einen Bahnhof bekommen Sie jetzt auch noch ganz in der Nähe“. Scheffold vergaß aber nicht dem Interimsteam an der Spitze der Gemeinde in den letzten 21 Monaten – Rudolf Weberruß, Dietmar Frenzel und Werner Zimmermann – zu danken. „Da ist nichts liegen geblieben, davon können Sie profitieren“ und blickte dabei vor allem auf den Breitbandausbau und die Ausweisung neuer Baugebiete.

Bürgermeister Klaus Kaufmann begrüßte für den Gemeindeverwaltungsverband Laichinger Alb Weber in der Runde der Bürgermeisterkollegen. Eine ganze Reihe gemeinsamer Aufgaben stehe an. Doch bei allen vielfältigen Aufgaben empfahl er Weber, sich schon jetzt persönliche Freiräume zu schaffen: „Später ist es zu spät“.

In blumigen Worten hieß Pfarrer Dr. Thomas Knöppler für die Kirchengemeinden den Schultes willkommen. Von den Kirchen könne Weber bei seiner Arbeit nicht viel erwarten, „seien sie aber versichert, wir beten für Sie“. Mit Weber habe die Gemeinde nun aber eine neue Führungsfigur, die die Kräfte bündeln könne: „Heroldstatt ist wieder in festen Händen“.

Für die örtlichen Vereine versicherte Sabrina Hetrich weiterhin ein großes ehrenamtliches Engagement. „Der Kalender für 2019 weist 150 Termine aus. Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft gestalten“.

Schließlich überreichte der Landtagsabgeordnete Manuel Hagel Weber einen Apfelbaum, der sprießen und gedeihen werde. Das Wahlergebnis beschere dem Neuen sicherlich Rückendwind und das sei auch wichtig, denn der Bürgermeister sei der erste Anwalt des Gemeinwohls.

Das Schlusswort vor dem Stehempfang gebührte Michael Weber. Er habe sich einen Lebenstraum erfüllt, jetzt gelte es die Zukunft anzugehen. Ein erstes Resümee nach vier Wochen: „Mein Team auf dem Rathaus ist einfach klasse“. In Heroldstatt herrschen rundum geordnete Verhältnisse. Alles wichtige wurde erledigt, neue Projekte auf den Weg gebracht. Wie versprochen werde er im kommenden Jahr für ein Kreistagsmandat kandidieren. Das konstruktive, offene Zusammenspiel aller Kräfte sieht er als Grundlage um die Region für die Herausforderungen der Zukunft stark zu machen. Er wisse schon jetzt, dass es im Gemeinderat eine solide Grundlage für Sacharbeit und Kollegialität gebe.

Webers Schlusssatz galt dem langjährigen Bürgermeister Karl Ogger: „Ihr guter Geist schwebt noch immer im Ort. Und wer genau hinhört, dem flüstert er vielleicht mal was ins Ohr“.

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