Jonas Henninger aus Münsingen ist zum besten Schäfer in Baden-Württemberg gekürt worden. Der 28-Jährige setzte sich am Freitag beim Leistungshüten in Markgröningen gegen die Kollegen aus seiner Branche durch. Ihm gelang es am besten, gemeinsam mit dem Hütehund eine fremde Herde durch eine Art Parcours zu lotsen. Jahr für Jahr bekommt der Schäfer, bei dem die Schafe am besten gehorchen und am schnellsten das Ziel erreichen, in Markgröningen einen Geldpreis. Er darf außerdem am Bundeswettbewerb im Leistungshüten teilnehmen.

Weltkulturerbe der UNESCO

Die Feierlichkeiten dauern bis Montag, der Schäferlauf findet am Samstag statt. Dabei rennen Teilnehmer auf einem gemähten und 300 Schritte langen Stoppelfeld barfuß um die Wette. Erwartet werden rund 100 000 Besucher. Seit dem vergangenen Jahr ist der Schäferlauf als württembergisches Traditionsfest auch Unesco-Kulturerbe. Um das Schäferwesen zu stärken, wirbt der baden-württembergische Umweltstaatssekretär Andre Baumann für eine Weideprämie durch die EU und für den stärkeren Konsum von Lammfleisch. „Unsere Wacholderheiden und Kalkmagerrasen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen in ganz Europa. Als Schäfereiland haben wir eine besondere Verantwortung für diese Kulturlandschaften“, sagte Baumann in Stuttgart. Für ihn stehe dabei auch die Agrarpolitik auf EU-Ebene in der Verantwortung. Sie solle die Schafwirtschaft wirtschaftlich wieder attraktiv machen. Weitere Details dazu nannte er nicht.

Weideprämie von 38 Euro gefordert

Auch die Schäfer machen sich für eine Prämie pro Weidetier als Ergänzung zur flächenbezogenen Prämie stark. Ihnen schwebte bislang eine Prämie von 38 Euro pro Tier und Jahr vor. Der Naturschutzbund (Nabu) unterstützt dieses Anliegen.

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