Bringen und holen – so lautete die Devise beim ersten Münsinger Warentauschtag. Gut erhaltene und noch brauchbare Gegenstände konnten beim Team des Fördervereins der Schillerschule abgegeben werden. Wurden die jeweiligen Waren für einwandfrei befunden, konnten sie auf den zahlreichen Tischen in der Zehntscheuer zum Mitnehmen angeboten worden. Davon wurde rege Gebrauch gemacht.

Viele Flüchtlingsfamilien, aber auch umweltbewusste Bürger, die ihren Beitrag zur Müllvermeidung leisten wollten, waren zur Warentauschaktion gekommen. Nichts wurde verkauft, alles nur verschenkt oder getauscht. Jeder konnte mitmachen, seinen Speicher und Keller durchforsten und die noch für gut befundenen Waren zum Verschenken anbieten – eine Entlastung für Müll- und Sperrmüllabfuhr. Haushaltswaren, Bücher, Elektrokleingeräte, Kleider, Schuhe, Spielzeug wechselte hier unkompliziert den Besitzer.

Hingehen, bringen oder nur mitnehmen – ein Geben und Nehmen, das auf vielfältige positive Resonanz stieß. Der Förderverein der Schillerschule unter dem Vorsitz von Bettina Last und Gabi Daigel hat mit dieser Aktion die „Weltveränderungswoche“ an der Schule im Mai dieses Jahres aufgegriffen, um den Grundgedanken des bewussteren Einkaufs angesichts begrenzter Ressourcen in die Bevölkerung zu tragen. Man muss nicht immer nur kaufen – was der eine hat, aber nicht mehr braucht, wünscht sich der andere und kann es auf diese Weise haben. Bei den Schülern setzte durch die „Weltveränderungswoche“ laut Schulleiterin Nicole Breitling ein Umdenken ein: „Sie hinterfragen jetzt genau, woher was kommt und sie wissen mittlerweile, wie der Weltladen funktioniert“. In ihren Köpfen hat sich der Leitsatz zur Bildung für nachhaltige Entwicklung „Die Ressourcen unserer Welt sind nicht unerschöpflich“ festgesetzt und sie versuchen, ihren Teil dazu beitragen, die Welt ein Stückchen besser zu machen. Breitling war begeistert angesichts des sehr gut besuchten „Umsonst-Ladens“, den der Förderverein in der Zehntscheuer auf die Beine gestellt hat. blo