Engstingen Das Wetter im Juli

Die Hitzewelle macht auch den Pflanzen schwer zu schaffen.
Die Hitzewelle macht auch den Pflanzen schwer zu schaffen. © Foto: Archiv
Engstingen / Roland Hummel 08.08.2018

Der im Durchschnitt wärmste Monat des Jahres zeigte heuer sein richtiges Hochsommerformat. Reichlich Wärme, gegen Monatsende sogar richtige Hitze, viel Sonnenschein und einige Gewittertage. Das charakterisiert den Juli.

Der Frühsommer war überdurchschnittlich warm und trocken und so startete auch entsprechend der Hochsommer am Monatsanfang mit Temperaturen von 25 bis 26 Grad Celsius. Nur am 6. Juli brachten Gewitter mit bis zu 20 Millimeter lokal größere Regenmengen, ansonsten war es in der ersten Dekade meist trocken.

Die Nächte waren mit einstelligen Graden jedoch noch recht frisch. Auch im mittleren Drittel änderte sich nichts wesentliches an der Großwetterlage. Tagsüber reichlich Sonnenschein und sommerliche Temperaturen bis zu 27 Grad, ab und zu einige Quellwolken mit örtlich kurzen Gewittern.

In der letzten Juli-Woche kam dann die erste richtige Hitzewelle auf ganz Mitteleuropa zu. Auch auf der Alb wurden am Monatsende Hitzetage mit über 30 Grad notiert. Tagsüber herrschte dann richtiges Badewetter, die Gewittertätigkeit hielt sich in Grenzen, erst spätnachts wurde es kühler.

Da seit Wochen kein ergiebiger Landregen fiel, ist die Landschaft nun ziemlich ausgetrocknet. Örtlich ist es bislang der trockenste Sommer auf der Mittleren Alb seit 35 Jahren. Ähnlich trocken war es in den Jahren 1949, 1964 und 1983. Am Monatsende deuteten die Vorhersagemodelle auf eine weitere Hitzewelle im August hin.

Seit April ist es auf der Alb deutlich wärmer als normal. Die Klimatagebücher der Region bringen es jetzt entsprechend zu Tage: Fast 4 Grad wärmer waren die letzten vier Monate, was einem Jahrhundertrekord entspricht. Auch der August will sich wohl als fünfter Monat da nahtlos einreihen.

Mit einer mittleren Temperatur von 18,5 Grad war der Juli um 2,8 Grad wärmer als üblich. Es wurden 17 Sommertage mit über 25 Grad notiert (normal sind es sieben). Die Temperaturspanne reichte von 7 Grad am 11. Juli bis zu 32 Grad am Monatsletzten. Sechs Gewittertage wurden notiert (normal sind es sieben).

Die Sonne schien 280 bis 290 Stunden lang. Normal wären 220 bis 230 Stunden. An 16 bis 17 Tagen wurden über zehn Stunden Sonnenschein gemessen. Dagegen wurden nur 40 bis 75 Millimeter Niederschlag registriert. Das sind nur 50 bis 75 Prozent der üblichen Menge.

Mehr dazu im Netz unter www.wetterring.de.

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Grad wärmer waren die letzten vier Monate, was einem Jahrhundertrekord entspricht. Auch der August will sich wohl als fünfter Monat da nahtlos einreihen.

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