Der PhänoPfad Pfronstetten hat eine seiner Hauptattraktionen verloren: Sturmtief „Eberhard“ hat die Bäume entwurzelt, an denen der Wackeldackel befestigt war. Wie es mit dem ohnehin sanierungsbedürftigen PhänoPfad weitergeht, muss der Gemeinderat in Kürze entscheiden, sagt Bürgermeister Reinhold Teufel nach der Sturmbilanz.

Der Wackeldackel war insbesondere bei Kindern sehr beliebt. Die horizontal an Stahldrähten aufgehängten und vertikal mit einem Stahlseil verbundenen Holzscheiben konnten in Schwingung versetzt werden, Wellenbewegungen ließen sich simulieren.

„Damit ist jetzt Schluss, ein Wiederaufbau des Elements ist mangels geeigneter Bäume in diesem Bereich nicht möglich“, so Teufel. Denkbar wäre es allerdings, zur Befestigung ein Gerüst aus Holz oder Stahl zu errichten.

Dass der Phänopfad in Pfronstetten sturmanfällig ist, hatte sich schon im März 2015 gezeigt. Da hatte Sturmtief „Niklas“ dem „Weißen Hirsch“ den Garaus gemacht. Bereits dieses Element konnte mangels geeigneter Bäume und auch aufgrund der Komplexität nicht wiederaufgebaut werden.

Eigentlich hatte sich der Gemeinderat vorgenommen, den mittlerweile 13 Jahre alten PhänoPfad nach und nach zu erneuern und mit neuen Elementen attraktiver zu machen. Mit Andrea Zürn aus Aichstetten wurde im letzten Jahr auch eine engagierte Kraft gefunden, die sich hierzu bereits Gedanken gemacht und erste Ideen formuliert hat.

Der Verlust des Wackeldackels ist für Bürgermeister Reinhold Teufel allerdings eine Zäsur in der Entwicklung der Einrichtung. „So schön und ansprechend die naturnahe Gestaltung der einzelnen Elemente auch war und ist, der Zahn der Zeit und die Naturgewalten stellen uns hier vor gewisse Herausforderungen. Uns war klar, dass wir früher oder später viel Geld in eine Instandsetzung und Erweiterung investieren müssen. Der Wackeldackel war eines der beliebtesten Elemente, kurzfristig bis zur geplanten Saisoneröffnung am 1. Mai wird es sicher nicht gelingen, ihn wieder zum Leben zu erwecken“.

In seiner März-Sitzung wird sich deshalb der Gemeinderat mit zwei drängenden Fragen beschäftigen müssen: Ob nämlich der PhänoPfad in dieser Saison überhaupt eröffnet und betrieben wird und ob der Pfad an diesem Standort und in dieser Form eine Zukunft hat.