Helfer aus allen Ortsvereinen und Bereitschaften des DRK-Kreisverbands Reutlingen finden sich seit dem 18. März jeden Tag in Münsingen ein, um die Corona-Teststelle des Landratsamts Reutlingen mit dessen Ärzten gemeinsam zu bedienen. Gearbeitet wird von 12.30 Uhr bis 18 Uhr. Getestet werden ausschließlich Personen, die vom Gesundheitsamt zur Abstrichnahme geschickt werden.

DRK-Verbandsführer Heiko Kalmar ist Ansprechpartner vor Ort. Er zieht eine positive Zwischenbilanz: „Es kommen pro Tag zirka 50 Patienten an die Corona-Teststelle, die als Drive-In organisiert ist. Die Wartenden sind geduldig und diszipliniert.“ Diese entspannte, ruhig abzuarbeitende Lage können auch die Helfer bestätigen. Der Ablauf auf dem ehemaligen Schoell-Areal in Münsingen habe sich inzwischen gut eingespielt – so gut sogar, dass man mittlerweile die Helferzahl von fünf auf vier Helfer pro Schicht reduzieren konnte.

Zahlreiche ehrenamtliche Helfer

Die bisher über 30 in der Corona-Teststelle des Landratsamtes eingesetzten ehrenamtlichen Helfer des DRK loben im Gespräch die gute Zusammenarbeit mit den Ärzten, den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Münsingen und dem Einsatzstellenleiter der Münsinger Feuerwehr. „Der DRK-Kreisverband Reutlingen dankt allen ehrenamtlich Mitarbeitenden herzlich für das unermüdliche Engagement in diesen herausfordernden Zeiten“, schließt die Mitteilung des DRK. In den sozialen Medien greifen zahlreiche DRK-Ortsvereine den Einsatz auf und kommentieren die Bilder der Einsatzkräfte in Schutzkleidung wie folgt: „Es sind Menschen wie Du und Ich. Studierende, Rentner, Angestellte - ein Querschnitt aus der Mitte der Bevölkerung tritt an, um die Pandemie zu bekämpfen.“

Gefahrstoffeinheit im Einsatz

Auch am Corona-Abstrichzentrum in Reutlingen sind neben den Ärzten des Kreisgesundheitsamtes sind Ehrenamtliche aktiv: Dort unterstützt die Gefahrstoffeinheit der Feuerwehr Reutlingen die Probennahme. In dieser Sondereinheit der Wehr sind hauptsächlich Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, die sich neben dem normalen Feuerwehrdienst bei zusätzlichen Übungen auf Einsätze mit atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren vorbereiten und die daher die Arbeit in spezieller Schutzkleidung wie den Infektionsschutzanzügen sicher durchführen können.