Es waren besondere Umstände, unter denen der CDU-Kreisverband Reutlingen zur Durchführung des Kreisparteitages und der Wahlkreismitgliederversammlung zur Aufstellung des Bewerbers für den Wahlkreis 289 Reutlingen zur Bundestagswahl zusammengekommen war. Für die vom Hygienekonzept vorgeschriebene gute Durchlüftung sorgte Mutter Natur selbst, denn die CDU im Kreis suchte sich für ihre Versammlungen am vergangenen Samstag einen für solche Zwecke doch eher ungewöhnlichen Ort heraus: das Naturtheater in Hayingen.

Seit 2013 im Bundestag

Unter freiem Himmel war das ansonsten so gewohnte Zusammenkommen für alle ein Novum. Es waren rund 140 Mitglieder aus dem gesamten Kreis nach Hayingen gekommen, um den CDU-Kandidaten für den Wahlkreis 289 für die im Herbst 2021 stattfindende Bundestagswahl aufzustellen. Zur Wahl stellte sich erneut der Bundestagsabgeordnete Michael Donth, der den Kreis Reutlingen seit 2013 im Deutschen Bundestag vertritt. In seiner Vorstellungsrede hob Donth hervor, dass die Bundesregierung in der Corona-Krise bislang einen „sehr guten Job gemacht“ habe. Deutschland sei vergleichsweise glimpflich durch diese schwierige Zeit gekommen, was nicht nur der Regierung, sondern vor allem auch der Disziplin der Bürger zu verdanken sei.

Wirtschaftsentwicklung im Fokus

Donth gab auch einen Rückblick in die Zeit vor Corona und was die Regierung erreicht habe. In der nächsten Zeit habe für ihn dennoch die Stärkung der durch die Corona-Krise gebeutelten Wirtschaft oberste Priorität. „Ich habe mich vor sieben Jahren für die Bundespolitik entschieden, um mich für unsere Heimat, für unsere Region und für Sie zu engagieren. Und das möchte ich auch weiterhin tun, das erfüllt mich, gibt mir Kraft und macht mir Freude“, so Donth zu seiner Motivation, erneut für die Union zur Bundestagswahl anzutreten.
Das Engagement von Donth in den letzten beiden Legislaturperioden wurde von der Versammlung belohnt: er wurde mit 96,6 Prozent der Stimmen erneut zum Wahlkreiskandidaten der CDU nominiert. Donth zeigte sich dankbar für das große Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde. Der CDU-Kreisvorsitzende Manuel Hailfinger gratulierte Donth zu seiner Wahl. Dabei mussten Hailfinger und Donth dank schwarzer Handschuhe trotz Corona nicht auch auf den obligatorischen Händedruck verzichten. Hailfinger zeigte sich dankbar, dass die Versammlungen in Hayingen stattfinden konnten: „Mit dem Naturtheater hatten wir eine einmalige Kulisse und für diese Umstände ideale Bedingungen. Ich bin froh, dass wir hier haben tagen dürfen und bedanke mich bei allen Beteiligten, vor allem bei den Helfern vom Naturtheater Hayingen für die Unterstützung bei der Organisation und Ausrichtung.“

Digitalisierung an Schulen

Vor der Nominierungsversammlung fand zudem der Kreisparteitag der CDU statt, bei dem die Delegierten zu den CDU-Parteitagen zu wählen waren. Außerdem wurden auch für die auf Bezirks- und Landesebene stattfindenden Versammlungen zur Aufstellung der Landesliste zur Bundestagswahl Delegierte gewählt. Für den im Dezember in Stuttgart geplanten Bundesparteitag wurden Manuel Hailfinger und die Stadtverbandsvorsitzende der CDU Reutlingen, Gabriele Gaiser, als Vertreter des Kreisverbandes gewählt.
Des weiteren wurde mit dem beschlossenen Antrag, den der CDU Gemeindeverband Pliezhausen-Walddorfhäslach an den Kreisparteitag gestellt hatte, dem Kreisverband aufgetragen, zum Thema „Digitalisierung von Unterricht und Schule“ inhaltliche Positionierungen zu erarbeiten. „Dieses Thema ist gerade bei vielen Menschen in Baden-Württemberg sehr präsent. Wir wollen hierzu Raum bieten um zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und um Lösungs- und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten“, so die Pressesprecherin Valérie Neumann. Abschließend hielt Hailfinger fest, dass es in diesem Jahr noch spannende Zeiten für die CDU werden würden: „Vor allem beim Bundesparteitag im Dezember werden spannende Entscheidungen getroffen: Wir werden einen neuen Parteivorsitzenden wählen und das neue Grundsatzprogramm beschließen. Wir freuen uns, dass Michael Donth wieder unser Kandidat für die Bundestagswahl 2021 ist und wir in den kommenden Monaten mit ihm gemeinsam anpacken können.“